Die angekündigte Brinkhege-Filiale in der Theaterpassage in Osnabrück ist am 26.10.2026 noch immer nicht eröffnet. Ursprünglich war der Start im Spätsommer 2026 vorgesehen. Einen konkreten Termin gibt es weiterhin nicht.

Am Vorhaben hält das Unternehmen dennoch fest: Brinkhege will noch im Jahr 2026 Gäste begrüßen. Sprecherin Wiebke Schwegmann erklärte, die Eröffnung habe sich zwar verzögert, man sei aber zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr klappt.

Neue Bäckerei am Eingang der Passage

Vorgesehen ist die Filiale am Eingang der Theaterpassage, direkt gegenüber dem Theater. Zuvor befand sich dort das Ristorante Ri. Der Leerstand in den ehemaligen Räumen des italienischen Restaurants am Osnabrücker Domhof soll damit bald enden.

Für Brinkhege ist es der zweite Standort in der Osnabrücker Innenstadt. Bisher ist die Bäckerei dort mit einer Filiale in der L&T-Markthalle vertreten. Mit dem zusätzlichen Geschäft soll die Präsenz in der Innenstadt ausgebaut werden – auch wenn Passanten derzeit noch vor verschlossenen Türen stehen.

Vom Keller in Borgloh zu mehr als 40 Fachgeschäften

Die Geschichte des Unternehmens begann 1929: Theodor Brinkhege gründete die Bäckerei im Keller seines Hauses in Borgloh. 1968 übernahmen sein Sohn Klaus und dessen Ehefrau Marianne den Betrieb in zweiter Generation, zunächst mit einer Bäckerei und einem kleinen Lebensmittelgeschäft.

Nach und nach wuchs das Unternehmen. Brinkhege belieferte Krankenhäuser, Lebensmittelmärkte, Kantinen und weitere Großkunden. Ein eigenes Brinkhege-Fachgeschäft gab es daneben bis 1992 nicht. Erst in jenem Jahr eröffnete in Bissendorf-Schledehausen der erste eigene Laden.

Heute betreibt Brinkhege über 40 Fachgeschäfte in Osnabrück und Umgebung. Nach dem unerwarteten Tod von Klaus Brinkhege im Jahr 1993 übernahmen Marianne Brinkhege sowie die Kinder Heike und Dirk gemeinsam die Geschäftsleitung in dritter Generation. Marianne zog sich später schrittweise zurück und übergab die Leitung an ihre beiden Kinder.

Heike und Dirk führten die Unternehmenstradition fort. Im Mittelpunkt standen handwerklich hergestellte Backwaren, deren Rohstoffe möglichst aus der Region stammten. 2010 zog sich Dirk Brinkhege aus dem Unternehmen zurück, seine Schwester Heike übernahm die alleinige Geschäftsleitung.

Brinkhege bleibt eigenständig

Im Frühjahr 2023 entschied sich die Familie wegen der fehlenden Unternehmensnachfolge, die Bäckerei in die Hände eines anderen Bäckers zu geben. Als Partner wurde die inhabergeführte Bäckerei Middelberg aus Bad Iburg ausgewählt, die ebenfalls auf eine lange Handwerkstradition zurückblickt.

Brinkhege blieb als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der Bäckerei Middelberg bestehen. Die über 40 Fachgeschäfte und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden übernommen. Um gemeinsame Synergien zu nutzen, zogen die Brinkhege-Backstube und die Verwaltung von Bissendorf nach Bad Iburg. Dort werden die Backwaren weiterhin nach bewährten Brinkhege-Rezepturen hergestellt.