Heute, am 16. Oktober 2026, hat die Bäckerei Aschauer in Waldhausen ihre neue Filiale mit Café eröffnet. Der Standort liegt am Markt 90 und ist der dritte des Unternehmens aus Pabneukirchen. Weitere Filialen gibt es in Pabneukirchen und Münzbach.

Schon beim Pre-Opening am Vorabend schaute viel regionale Prominenz vorbei: Gemeindevertreter, Vereinsobleute sowie Vertreter von Kindergarten, Schule, Gastronomie und Wirtschaftskammer waren dabei. Für das Unternehmen ist die Eröffnung auch arbeitsmarktpolitisch nicht ganz nebensächlich. Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt die Bäckerei nach eigenen Angaben, in Waldhausen sind drei neue Arbeitsplätze entstanden.

Brot, Kaffee und ein Platz zum Sitzen

In der neuen Filiale gibt es Brot und Gebäck, Mehlspeisen, belegte Jausenweckerl und Kaffee. Wer nicht gleich weiter muss, kann sich zum Frühstück oder zur Jause hinsetzen oder sich mit anderen treffen. Der Duft aus der Backstube, ein Kaffee in der Hand, ein kurzer Plausch – genau dafür ist das Café gedacht.

Geöffnet ist von Montag bis Samstag jeweils von 6 bis 13 Uhr. Von Dienstag bis Freitag kommen zusätzlich die Nachmittagsstunden von 15 bis 18 Uhr dazu. Die Waren kommen direkt aus der eigenen Backstube in Pabneukirchen; laut Unternehmen werden keine Teiglinge aufgebacken.

Auch online bestellte Waren können in Pabneukirchen, Münzbach oder Waldhausen abgeholt werden. Alternativ erfolgt die Zustellung über die Gai-Touren. Betriebe und Gastronomie in Waldhausen und der Umgebung beliefert Aschauer täglich direkt.

Familienbetrieb mit Geschichte

Die Bäckerei Aschauer in Pabneukirchen wurde 1895 von der Familie Gebetsberger im Eustachius-Haus gegründet. Heute verbindet das Unternehmen traditionelles Bäckerhandwerk mit modernen Erkenntnissen der Backkunst. Der Leitspruch lautet: „ASCHAUER – bäckt seit 1895 | bestes Brot, Gebäck, Süßes“.

Zum breiten Sortiment gehören Brot, Gebäck und süße Spezialitäten. Die Backwaren werden täglich frisch in den Filialen in Pabneukirchen und Münzbach sowie auf zahlreichen regionalen Märkten angeboten. Nach Angaben des Unternehmens kommen hochwertige Zutaten zum Einsatz, verarbeitet wird sorgfältig. Die tägliche Belieferung regionaler Märkte soll die Frische sichern.

Als Familienbetrieb, Nahversorger und regionaler Wirtschaftsfaktor ist die Bäckerei für Pabneukirchen, Münzbach und die Umgebung beschrieben. Mit dem Standort in Waldhausen kommt nun ein weiterer Anlaufpunkt dazu – für den schnellen Einkauf in der Früh ebenso wie für eine längere Kaffeepause.

Aus altem Brot wird HochBROTzentig

Dass Brot nicht automatisch im Abfall landen muss, zeigt das Nachhaltigkeitsprojekt „upcycling! bread“. Überschüssiges Brot wird gemeinsam mit der Destillerie Farthofer weiterverarbeitet. Unter der Marke „HochBROTzentig“ entstehen daraus Spirituosen wie Brotka, BROTGinsky und BROTu zo. Brot dient dabei als Rohstoff, zugleich wächst das Markenportfolio der Bäckerei ein gutes Stück über das klassische Backwarensortiment hinaus.

Der Hintergrund ist groß: In Österreich fallen jährlich rund 800.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle an – mehr als im EU-Durchschnitt. Für weggeworfene Lebensmittel entspricht das etwa 400 Euro pro Haushalt und Jahr. Besonders oft werden Brot und Gebäck entsorgt: Rund 146.000 Tonnen landen jährlich im Hausmüll. Pro Person sind das etwa 16 Kilogramm beziehungsweise 300 Semmeln; Brot und Gebäck machen rund 28 Prozent der genießbaren Lebensmittelabfälle aus.

Obst und Gemüse kommen auf 27 Prozent, Milchprodukte und Eier auf 12 Prozent, Fleisch und Fisch auf 11 Prozent. Niederösterreichische „So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe zeigen verschiedene Wege, wie übrig gebliebenes Brot weiterverwendet werden kann: Die Destillerie Farthofer verarbeitet nicht verkauftes Brot zu Brotschnaps. Marchfelder Storchenbräu und die Bäckerei Geier produzieren Brotbier. Geier-Roggenbrot wird mithilfe der Brennerei Kraus zu Brotschnaps und Brotwhisky, aus Resten entstehen außerdem Nussbrotchips für das Verkaufssortiment.

Auch die Plattform Brotpiloten sammelt gute Backwaren vom Vortag bei Bäckereien ein und verkauft sie auf Märkten zu vergünstigten Preisen. Die App Too Good To Go vermittelt überschüssige Lebensmittel von Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels und Supermärkten an Selbstabholer zu reduzierten Preisen.

Zu Hause hilft manchmal schon ein bisschen Planung: Die Hälfte eines frisch gekauften Brotlaibs kann im Ganzen oder in Scheiben eingefroren werden. Zum Auftauen lässt man es langsam auftauen oder bäckt es bei 180 °C etwa 20 Minuten im Ofen auf. Und was trotzdem übrig bleibt, kann noch in neuen Gerichten landen – statt in der Mülltonne.