Wer heute, am 14. Oktober 2026, bei dm vorbeischaut, findet nicht nur Duschgel und Zahnpasta, sondern eine ganze Reihe neuer Beauty-Produkte. Im Oktober sind Neuheiten aus Pflege, Make-up, Haarpflege und dem Nagelbereich eingezogen – von der 0,95-Euro-Dusche bis zum 28,95-Euro-Adventskalender.

Für Lippen gibt es den SHEGLAM Lipliner Fall In Line Peel Off Stain für 4,95 Euro. Die Farbe wird aufgetragen, kurz einwirken gelassen und anschließend abgezogen. Zurück bleibt ein langanhaltender, softer Tint-Effekt, unter anderem in „Bare Blush“ und weiteren Nuancen. Der schimmernde essence-Lipgloss „Midnight Meow“ kostet 3,45 Euro und kommt im Halloween-Design mit leicht mystischem Finish; je nach Sortiment sind weitere Töne erhältlich.

Glow, Pflege und ein bisschen Waldduft

Das Geek & Gorgeous Gesichtserum 101 aPAD Clear kostet 12,85 Euro und enthält 15 Prozent Azelainsäure-Derivat. Gedacht ist es für Haut mit Unreinheiten, Rötungen, Glanz, Pickelmalen oder einem unruhigen Teint. Für den täglichen Schutz kommt das Balea Fluid Beauty Expert Longevity Tagesfluid LSF 50 für 7,95 Euro dazu. Es ist leicht formuliert, schützt vor UV-Strahlung und pflegt die Haut.

Nach dem Duschen kann die Balea Bodylotion „Body Essence“ für 2,75 Euro Feuchtigkeit und ein angenehmes Hautgefühl geben. Wer es beim Duschen unkompliziert mag, greift zur alverde Naturkosmetik Pflegedusche „Wald Rauschen“ für 0,95 Euro. Sie reinigt sanft und duftet nach Wald und Frische. Der Balea Vaseline Stick kostet 1,15 Euro und ist für Lippen, Nagelhaut sowie raue oder trockene Hautstellen gedacht – klein genug für die Handtasche, also genau die Sorte Produkt, die irgendwann überall herumliegt.

Für einen ebenmäßigeren, aber nicht stark geschminkten Teint kombiniert die alverde Naturkosmetik Foundation „Skin Barrier Skin Tint“ leichte Foundation mit Pflege. Die Nuance „20 Warm“ richtet sich an warme Untertöne, weitere Farbvarianten sind erhältlich. Preis: 3,95 Euro.

Haare, Nägel und 24 kleine Überraschungen

Das ausspülbare Balea Professional Leave-in Glow & Shine Finishing Spray bildet den letzten Pflegeschritt und kostet 2,45 Euro. Es soll stumpfen Längen mehr Geschmeidigkeit und Glanz verleihen. Für die Hände gibt es die NEONAIL Press Ons „Baby Boomer Rose“ für 14,95 Euro: roséfarbener Babyboomer-Look, Medium-Almond-Form und zu Hause anzubringen. Weitere Formen, Längen und Designs sind verfügbar.

Der trend !t up Adventskalender 2026 „Days of Glow“ bringt für 28,95 Euro 24 Überraschungen rund um Make-up und Glow mit, darunter verschiedene Farben und Finishes. Ja, Mitte Oktober ist dafür ein völlig vertretbarer Zeitpunkt – spätestens, wenn im Laden schon die ersten Lebkuchen neben den Pflegeprodukten auftauchen.

Bei SHEGLAM passt der neue Lipliner in eine größere Entwicklung hinein. Die Marke ist seit dem 1. Oktober 2025 exklusiv bei dm in Deutschland erhältlich: in rund 1.500 dm-Märkten, auf dm.de und in der dm-App. Das zunächst rund 70 Produkte umfassende Sortiment deckt dekorative Kosmetik für Gesicht, Augen und Lippen ab. Dazu gehören unter anderem der „Liquid Blush Hot Topic“ und der „Good Grip Hydrating Primer“.

In den Märkten stehen die SHEGLAM-Produkte auf einem sogenannten Tower-Ladenmodul. Ob die gewünschte Ware in einer bestimmten Filiale verfügbar ist, lässt sich auf dm.de und in der dm-App nachsehen. Weltweit kommt SHEGLAM auf rund 10 Millionen TikTok-Follower und spricht vor allem eine junge, digital-affine Zielgruppe an. SHEGLAM beschreibt sich selbst als Anbieter innovativer, trendiger und erschwinglicher Kosmetik.

Testlauf mit großer Bühne

dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer bezeichnete die zunächst 70 Produkte als Test, mit dem die Kundenresonanz geprüft werden soll. Fällt sie positiv aus, könnte SHEGLAM künftig in die reguläre dm-Beauty-Theke aufgenommen werden. Gründerin und CEO Sylvia Fu begrüßte die Zusammenarbeit mit dm und den Start in 1.500 deutschen Märkten.

Der Auftakt bekam eine ordentliche Bühne: Am 29. September 2025 fand im Hamburger Port des Lumières ein SHEGLAM-Launch-Event statt. An der Podiumsdiskussion nahmen Sebastian Bayer, Sylvia Fu und Kenneth Liu, SHEGLAM General Manager Europe, teil. Gäste konnten die Marke kennenlernen und Produkte testen.

Für dm ist das Beauty-Geschäft nur ein Teil des Angebots. Das Unternehmen erzielte 12,47 Milliarden Euro Umsatz, beschäftigt mehr als 60.300 Mitarbeiter und führt in seinen Märkten über 12.500 Artikel. Auf dm.de sind mehr als 18.000 Artikel erhältlich; das Sortiment reicht von Kosmetik, Pflege und Gesundheit über Naturkost, Baby, Haushalt und Hygiene bis hin zu Tiernahrung. 2025 wurde dm laut der Verbraucherumfrage Kundenmonitor erneut zum beliebtesten Drogeriemarkt gewählt. In der Mitarbeiterbefragung von stern und statista zu „Deutschlands Top-Arbeitgeber 2025“ belegte dm den ersten Platz.

Die Zahlen tauchen allerdings je nach Betrachtungsebene in unterschiedlichen Größenordnungen auf: Im Geschäftsjahr 2024/25 kam der dm-Konzern auf 93.426 Beschäftigte und 19,2 Milliarden Euro Umsatz. Nach eigenen Angaben betreibt die Gruppe über 4.100 Filialen und beschäftigt rund 90.000 Menschen. Damit gilt sie als größter Drogeriekonzern Europas und drittgrößter weltweit.

Von Karlsruhe in viele Länder

Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG hat ihren Sitz in Karlsruhe, wurde 1973 gegründet und gehört zum Drogeriehandel. Die Rechtsform lautet GmbH & Co. KG, die Website ist dm.de. Vorsitzender der Geschäftsführung ist Christoph Werner. Das erste Geschäft eröffnete Götz Werner 1973 in Karlsruhe; Günther Lehmann ist seit 1974 einziger Mitgesellschafter in der Kommanditgesellschaft. Im November 1976 folgte der Markteintritt in Österreich.

Deutschland ist seit 2010 nach Umsatz der größte dm-Drogeriemarkt. Im Geschäftsjahr 2024/25 arbeiteten hier rund 64.000 Menschen in 2.154 Märkten, der Umsatz lag bei 13,27 Milliarden Euro. Seit 1986 führt dm Eigenmarken: Denkmit wird seit 1990 für Reinigungsmittel verwendet, Balea seit 1995 für Körperpflege. 2008 umfasste das Eigenmarkensortiment 21 Marken mit 2.600 Produkten; bereits 2004 stammten etwa 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus diesem Bereich.

Auch Arzneimittel und Bio gehören zur Unternehmensgeschichte. Von 2006 bis Ende 2012 konnten apothekenpflichtige Arzneimittel über die niederländische Europa Apotheek Venlo bestellt und bei dm abgeholt werden. Seit Januar 2013 besteht eine Kooperation mit der Versandapotheke DocMorris. Das Bio-Sortiment wurde ausgebaut; bis 2014 war dm größter Handelspartner von Alnatura. 2015 beschloss das Unternehmen die Einführung der Eigenmarke dmBio und begann, Alnatura-Produkte auszulisten. 2018 war die Auslistung abgeschlossen. Seit Ende 2025 verkauft dm rezeptfreie Arzneimittel online.

Die deutschen Verteilzentren liegen in Waghäusel, Weilerswist und Wustermark. 2014 lag der deutsche Marktanteil von dm bei 23 Prozent; die übrigen Drogeriemärkte kamen zusammen auf 17,5 Prozent. Mehr als ein Drittel der Drogerieartikel wurde damals im Lebensmitteleinzelhandel verkauft, 27 Prozent bei Discountern.

Im Wettbewerb hat sich einiges verschoben. Bis zur Insolvenz von Schlecker 2012 war Schlecker nach dm der zweitgrößte deutsche Drogeriekonzern, Rossmann lag auf Platz drei; nach Filialzahl führte zunächst Schlecker. Die frühere regionale Arbeitsteilung – Rossmann im Norden und Osten, dm im Süden – verwandelte sich seit etwa 2000 in einen Verdrängungswettbewerb. Rossmann expandierte mit Unterstützung des Hongkonger Konzerns Hutchison Whampoa, während dm insbesondere in Norddeutschland, etwa in Hannover und Berlin, neue Filialen eröffnete. Nach Unternehmensangaben erzielte eine dm-Filiale 2007 durchschnittlich 270.000 Euro Monatsumsatz, bei Rossmann waren es 150.000 Euro und bei Schlecker 45.000 Euro.

Führung, Ausbildung und der Blick über die Grenze

Mit der Größe wurde dm-Deutschland mitbestimmungspflichtig. 2002 wurden Betriebsräte eingerichtet, 2003 folgte ein Aufsichtsrat mit acht Arbeitnehmervertretern. Betriebsräte waren zunächst 2002 auf Initiative von Mitarbeitern in zwei Verteilzentren entstanden; danach beschloss die Unternehmensleitung ihre Einrichtung in allen Filialen. Eine Betriebsrätin bewertete dieses Vorgehen als gezielte Einflussnahme auf die Zusammensetzung der Arbeitnehmervertretungen.

Götz Werner übergab 2008 die Geschäftsleitung an Erich Harsch und wechselte in den Aufsichtsrat. Im August 2010 brachte Werner seine Unternehmensanteile in die gemeinnützige dm-Werner-Stiftung ein. Als Stiftungszwecke werden unter anderem Anthroposophie, Waldorfpädagogik, Bildung, Völkerverständigung, Entwicklungshilfe, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Wohlfahrt genannt. Sein Sohn Christoph Werner trat 2011 in die Geschäftsführung ein und verantwortete Marketing sowie Online-Geschäft; 2019 löste er Erich Harsch als Geschäftsführer ab.

Die neue Unternehmenszentrale im Karlsruher Stadtteil Durlach bezog dm im Juli 2019. Beschrieben werden flache Hierarchien, dialogische Führung und große Entscheidungsspielräume für Mitarbeiter. Das Unternehmen ist Mitglied im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Angehende Drogisten können bei dm eine duale Berufsausbildung absolvieren. Dafür wurde die Zahl der Ausbildungsstandorte seit 1998 von acht auf 21 erhöht. Neben der allgemeinen Einzelhandelsausbildung gibt es drogeriespezifische Kenntnisse, ergänzt durch Angebote wie Theaterworkshops. Zwischen 1998 und 2006 übernahm dm 3.500 Auszubildende. Ab Herbst 2006 finanzierte das Unternehmen 16 Bachelor-Studienplätze in Betriebswirtschaftslehre an der Alanus Hochschule bei Bonn.

In Österreich wurde die Gesellschaft dm drogerie markt GmbH am 30. Januar 1976 gegründet; ihr Sitz ist Wals-Siezenheim, Leiter ist Harald Bauer. Der Markteintritt erfolgte im November 1976 mit einer Filiale in Linz. 1981 brachte Spar Österreich 50 Vita-Drogeriemärkte ein und wurde Mitgesellschafterin – dm überschritt dadurch 100 Filialen. Seit 1984 bildet dm Drogisten aus.

1987 eröffnete dm in Innsbruck das erste Kosmetikstudio und die erste „Gesunde Pause“-Frischetheke. Ebenfalls 1987 führte dm nach eigenen Angaben als erstes Handelsunternehmen unter der Marke Alnatura Bio-Lebensmittel ein. 1991 kam in Salzburg das erste Friseurstudio hinzu. Ab 1992 expandierte dm von Österreich aus nach Mittel- und Osteuropa; erste Filialen entstanden in Tschechien, Ungarn und Slowenien.

Die österreichische Zentrale befindet sich seit Ende 2006 in Wals-Siezenheim. 2014 betrieb dm dort 380 Filialen. Eigentümer der österreichischen dm drogerie markt GmbH sind zu 68 Prozent die dm drogerie markt Verwaltungsgesellschaft m.b.H. und zu 32 Prozent die Aspiag Management AG, die internationale Management- und Holdinggesellschaft von Spar Österreich. Die dm-Holding mit Sitz in Wals gehört vollständig dm-Deutschland. Seit 1999 ist dm Österreich mit 4 Prozent an der Einkaufskooperation MARKANT Österreich GmbH beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2023/24 betrieb dm in Österreich 382 Filialen, beschäftigte 6.955 Mitarbeiter und erzielte 1,302 Milliarden Euro Umsatz. Für 2022/23 werden 1,003 Milliarden Euro Umsatz in Österreich und 4,52 Milliarden Euro im Teilkonzern Mittel- und Osteuropa ausgewiesen. Die österreichische Gesellschaft beschäftigte 2020/21 6.891 Mitarbeiter, der Teilkonzern Mittel- und Osteuropa 28.206. Von 2006/07 bis 2022/23 stieg die Zahl der österreichischen Filialen von 347 auf 385, die Beschäftigtenzahl von 4.539 auf 7.057 und der Umsatz von 516 Millionen Euro auf 1,189 Milliarden Euro. 2011 erzielten dm, Schlecker und Bipa zusammen rund 80 Prozent des österreichischen Drogerieeinzelhandels.

Zum Teilkonzern Central & Eastern Europe gehören rechtlich und organisatorisch die mittel- und osteuropäischen Gesellschaften des österreichischen Konzernunternehmens. Die Zahl der Filialen wuchs von 566 im Geschäftsjahr 2006/07 auf 1.407 im Geschäftsjahr 2020/21, die Beschäftigtenzahl von 5.116 auf 16.522 und der Umsatz von 620 Millionen Euro auf 2,224 Milliarden Euro. Das ungarische Verteilzentrum für Mittel- und Osteuropa wurde im Frühjahr 2011 eröffnet. Günter Bauer war bis Ende 2008 Geschäftsführer von dm Österreich und bis Ende 2017 Aufsichtsratsvorsitzender der mittel- und osteuropäischen dm-Gesellschaften.

Im österreichischen Verteilzentrum Enns, errichtet 1989, werden die Filialen beliefert. Es dient zugleich als logistischer Knotenpunkt für dm-Filialen in Europa. Die Nutzfläche wurde mehrfach erweitert und beträgt 2026 rund 30.000 Quadratmeter; dort arbeiten 870 Menschen. Rund 11 Millionen Euro flossen in Energie- und Umweltmaßnahmen, darunter Wärmepumpen, neue Lüftungs- und Kälteanlagen, LED-Beleuchtung, Dachdämmung und eine Photovoltaikanlage. Der CO₂-Ausstoß wurde dadurch halbiert – laut dm entspricht das etwa 1,53 Millionen Pkw-Kilometern pro Jahr.

Das österreichische Sortiment umfasst rund 14.000 Drogerieartikel und 22 Eigenmarken. Schwerpunkte sind Schönheit und Gesundheit, Baby, Foto, Haushalt, Tiernahrung, Kleintextilien, Naturkosmetik und Bio-Lebensmittel. Je nach Filiale gibt es Friseur- und Kosmetikstudios sowie „Gesunde Pause“-Frischetheken.

Auch China gehört zur Expansionsgeschichte: 2016 wurde über einen möglichen Markteintritt berichtet, im Dezember desselben Jahres startete dm einen Onlineshop auf Alibabas Plattform Tmall Global. Die offizielle Eröffnung des Flagship-Stores folgte im März 2017. Bestellungen werden aus dem deutschen Zentrallager über den Logistikpartner DSV abgewickelt und durch Alibabas Logistiktochter Cainiao in China zugestellt.

Seit 1992 wirbt dm Deutschland mit „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“. Der Slogan ist eine Abwandlung von Goethes Vers „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“ aus dem „Osterspaziergang“ in Faust I. Und irgendwo zwischen diesem großen Unternehmensbogen, dem Tower-Ladenmodul und einer kleinen Tube Lipgloss liegt dann der Einkauf von heute.