In der Frankfurter Straße in Fulda wird weiter am neuen Penny-Markt gearbeitet. Hinter Bauzäunen, an denen bereits das Penny-Logo angebracht ist, laufen die Arbeiten am ehemaligen Staples-Gebäude sichtbar weiter. Einen festen Eröffnungstermin gibt es allerdings noch immer nicht.

Anne Behrendt, Assistentin der Geschäftsleitung Region Südwest der Penny GmbH, sagt, die Vorbereitungen seien bereits weit fortgeschritten. Nach aktuellem Stand ist die Eröffnung im ersten Quartal 2027 geplant. Der Zeitplan wurde erneut verschoben, weil zusätzliche Abstimmungen und Anpassungen einzelner Bauabschnitte nötig waren. Penny spricht von einer umfassenden Kernsanierung des Bestandsgebäudes.

Technik, Innenausbau und ein offener Termin

In den vergangenen Wochen seien die Bauarbeiten vorangeschritten. Derzeit geht es vor allem um technische Ausbauarbeiten im Gebäude, daneben laufen Arbeiten im Innen- und Außenbereich. Ein konkreter Termin könne derzeit nicht genannt werden. Auch der auf einem Außenbanner angekündigte Termin ist von Penny aktuell nicht bestätigt.

Auf einem Teil der früheren Staples-Fläche hat Anfang Oktober 2026 das regionale Bäckerei-Fachgeschäft Happ eröffnet. In einer früheren Ankündigung war die Eröffnung für den 1. Oktober vorgesehen; die künftige Bäckerei hatte damals bereits mit dem Innenausbau begonnen. Penny soll später die verbleibende Ladenfläche übernehmen.

Die Fläche stand nach der Schließung der Staples-Filiale mehrere Jahre leer. Staples musste den Standort nach 24 Jahren wegen einer Insolvenz aufgeben. Im Gebäudekomplex befinden sich heute außerdem dm, Takko Fashion und das Siemes Schuhcenter.

799 Quadratmeter im Markthallen-Konzept

Für Penny sind insgesamt 799 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen. Geplant ist das neue Verkaufsraumkonzept „Markthalle“: ein modernes Einkaufserlebnis in hellem Ambiente. Wie dieses Konzept in Fulda konkret umgesetzt wird, soll in den kommenden Monaten sichtbar werden.

Der Markt soll das Einkaufsangebot an der Frankfurter Straße ergänzen und stärken. Bis dahin bleibt vor Ort noch einiges zu tun: Es wird gebohrt, montiert und abgestimmt, während nebenan bereits Brot verkauft wird – ein etwas eigenwilliges Nebeneinander, aber eben Baustellenalltag.

Penny baut sein Netz um

Der Fuldaer Markt passt in eine größere Veränderung bei Penny. Das Unternehmen, das zu Rewe gehört, hat in Deutschland rund 1.600 Filialen auf ein einheitliches Vertriebskonzept umgestellt. Größere Standorte erhalten ein Markthallen-Format, kleinere Märkte unter 500 Quadratmetern ein flexibles Kleinflächenkonzept. Für 2026 waren bis zu 100 weitere Konzeptanpassungen geplant.

Rund 400 der verbleibenden Penny-Märkte sollen in den kommenden Jahren neu gebaut oder verlagert werden. Bis dahin bleibt das Standortnetz größtenteils unverändert. Seit 2020 schloss Penny etwa 220 Filialen und eröffnete rund 180 neue Märkte. Dadurch sank die Zahl der Standorte von etwa 2.172 im Jahr 2020 auf rund 2.136.

Die Umsatzentwicklung wurde teilweise durch die geringere Filialzahl sowie die Optimierung und Aufwertung bestehender Märkte getragen. Der durchschnittliche Umsatz je Penny-Filiale stieg seit 2019 kontinuierlich auf zuletzt rund 4,6 Millionen Euro. Wegen dieser Entwicklung ist ein moderater Ausbau des Filialbestands geplant.

Mehr Fläche im Discountgeschäft

Auch die Konkurrenz bewegt sich. Netto erhöht sein Expansionstempo und modernisiert sein Netz von mehr als 4.300 Filialen. Geplant sind 65 Neueröffnungen und mehr als 400 Modernisierungen. Im kommenden Jahr soll Netto mindestens 60 ehemalige Tegut-Märkte integrieren. Damit könnte das Unternehmen auf mehr als 4.400 Lebensmittelfilialen wachsen; zusätzlich gibt es rund 100 Netto-Getränkemärkte.

Laut Nielsen IQ wächst die Zahl der Discounter insgesamt weiter, vor allem durch Netto und Lidl. Die Zahl der Markenschließungen lag im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Die Branche stabilisiert sich bei rund 15.800 Standorten und wächst zugleich durch Ausbau und Neubauten. Dabei werden die Verkaufsflächen größer.

Penny gehört mit durchschnittlich rund 750 Quadratmetern je Filiale weiterhin zu den Discountern mit den kleineren Standorten. Aldi und Lidl kommen durchschnittlich auf mindestens 950 Quadratmeter pro Filiale. Für viele Kunden bleiben Aldi und Lidl die wichtigsten Einkaufsziele, während Penny und Netto stärker um Ergänzungskäufe konkurrieren. In Fulda muss Penny dafür erst einmal fertig werden.