Zara schließt Filiale im Kirchberg – 45 Beschäftigte wechseln in andere Standorte
Die Zara-Filiale im Einkaufszentrum Kirchberg soll Ende Januar 2027 schließen. Bis dahin bleibt das Geschäft noch während des Winterschlussverkaufs geöffnet – für Kundinnen und Kunden gibt es also zunächst keinen abrupten Ladenschluss.
Für die 45 Beschäftigten ist die Zukunft nach Angaben des OGBL-Zentralsekretärs José Gonçalves gesichert. Sie sollen in andere Zara-Filialen des Konzerns wechseln. Zara selbst hat sich bislang nicht öffentlich zur Schließung geäußert.
Nur noch zwei Zara-Standorte in Luxemburg
Nach dem Aus im Einkaufszentrum Kirchberg verbleiben in Luxemburg zwei Zara-Filialen: jene in den Einkaufszentren Cloche d’Or und Belle Étoile. Für den Standort Kirchberg endet damit nach dem Winterschlussverkauf ein Kapitel, das Personal soll jedoch im Konzern weiterbeschäftigt werden.
Teil einer weltweiten Neuausrichtung
Die Schließung fällt in eine Zeit, in der Zara-Eigentümer Inditex sein Filialnetz international umbaut. Zwischen Ende Oktober 2024 und Ende Oktober 2025 schloss der spanische Modekonzern weltweit 132 Geschäfte. Bei Zara sank die Zahl der Filialen um 60; auch Zara Home, Pull&Bear, Massimo Dutti, Oysho und Stradivarius verzeichneten Rückgänge.
Eine vollständige Liste der geschlossenen Standorte veröffentlichte Inditex nicht, ebenso wenig Angaben zu den betroffenen Ländern. Der Konzern spricht von „Filialoptimierung“: Kleinere oder weniger rentable Geschäfte werden geschlossen, während größere und modernere Verkaufsflächen entstehen. Einige Zara-Filialen wurden zudem in eigenständige Zara-Man-Geschäfte umgewandelt.
Trotz der Schließungen soll die gesamte Verkaufsfläche im Geschäftsjahr 2025/26 nach Angaben eines Unternehmenssprechers um rund fünf Prozent wachsen. Die verbleibenden Geschäfte werden technisch aufgerüstet – etwa mit unterstützten Self-Checkout-Systemen, automatisierten Rückgabestationen und neuen Präsentationsflächen.
Online wächst, Läden bleiben wichtig
Der Umbau bedeutet also nicht den Rückzug aus den Innenstädten und Einkaufszentren. Die kombinierten Online- und Ladenumsätze aller Inditex-Marken stiegen laut Quartalsbericht zwischen Anfang November und Anfang Dezember um mehr als zehn Prozent. Nach Angaben von USA Today eröffnete Inditex trotz der Schließungen in 39 Märkten neue Geschäfte, darunter in den USA und Europa.
Hinter den Anpassungen stehen steigende Kosten, verändertes Kaufverhalten und die wachsende Bedeutung des Onlinehandels – ein Druck, den die gesamte Branche spürt. Für 2026 plant Inditex weitere Neueröffnungen und Investitionen in bestehende Standorte. In Kirchberg wird der Winterschlussverkauf dagegen der letzte große Auftritt der Zara-Filiale sein.
