In Zasieki bei Forst (Lausitz) entsteht ein neuer Supermarkt der polnischen Kette Dino. Gebaut wird offenbar im Rekordtempo: Von außen wirkt das Gebäude bereits nahezu fertig.

Ganz so weit ist es auf dem Grundstück allerdings noch nicht. Vor dem Markt laufen derzeit weiterhin umfangreiche Arbeiten. Bagger, Baustellenverkehr und die letzten Arbeiten rund um das Gebäude gehören damit noch zum Bild, wenn man von Forst aus nach Zasieki fährt.

Dino wächst in Polen rasant

Der neue Markt passt zu einer Entwicklung, die Dino längst zu einer der am schnellsten wachsenden Handelsketten Polens gemacht hat. Die Marke hat inzwischen die Schwelle von 3.000 Filialen überschritten. Das 3.000. Geschäft wurde wenige Tage vor Veröffentlichung des zugrunde liegenden Artikels in Milicz eröffnet.

Zum 30. September 2025 betrieb Dino 2.933 Geschäfte mit einer Gesamtfläche von 1,16 Millionen Quadratmetern. Innerhalb von drei Jahren stieg die Zahl der Märkte um 42 Prozent. Dino verweist dabei auf 26 Jahre Markenaufbau in Polen. Allein von Januar bis September 2025 kamen landesweit 245 neue Märkte hinzu, im gesamten Jahr 2024 waren es 283 Filialen.

Das Wachstum erfolgte ausschließlich organisch. Die Filialdichte erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 6,8 auf 7,8 Dino-Märkte je 100.000 Einwohner. Für 2026 nennt der Artikel weitere Neueröffnungen im dreistelligen Bereich als wahrscheinlich.

Neue Standorte von Danzig bis Giżycko

Die stärkste Präsenz hat Dino weiterhin im Westen Polens. Gleichzeitig wird das Netz im Osten ausgebaut. Neue Filialen entstehen unter anderem in Danzig, Wałbrzych, Gorzów Wielkopolski, Przasnysz, Giżycko und Ostrów Wielkopolski. Eine vollständige Liste umfasst mehrere Dutzend Standorte in elf Woiwodschaften; einige Geschäfte sind bereits geöffnet, weitere sollen 2026 folgen.

In Niederschlesien sind Wałbrzych mit Standorten an der Świdnicka, Pocztowa und Wrocławska, Oleśnica an der Wiejska sowie Wrocław an der Wilkszyńska 38 und an der Kosmonautów genannt. Für Lebus stehen Gorzów Wielkopolski mit der Kobylogórska und Kostrzyńska sowie Szprotawa-Wiechlice auf der Liste.

Im Woiwodschaft Kujawien-Pommern geht es um Grudziądz, Miłorzębowa 1, Inowrocław, Szymborska, Solec Kujawski, Leśna, sowie Świecie mit der Sportowa und dem Bereich Wojska Polskiego/Miodowa. In Pommern ist Danzig, Gałczyńskiego 1, aufgeführt.

Masowien folgt mit Chorzele, Padlewskiego, Przasnysz, Słowackiego/Orlika, und Skrzeszew. In der Woiwodschaft Łódź ist Głowno mit Myśliwska/Kolejowa genannt, in Schlesien Ciągowice mit der Zwycięstwa 62A. Ermland-Masuren umfasst Giżycko-Gajewo, Świderska, Gołdap, Pod Piękną Górą, und Olsztyn, Kubusia Puchatka/Królewny Śnieżki. In Großpolen ist Ostrów Wielkopolski mit der Kujawska dabei.

Für Kleinpolen, Heiligkreuz und Westpommern nennt der Artikel keine konkreten Standorte. Genannt werden jedoch regionale Unterschiede bei der Filialdichte: In Lebus sind es 19,2 Dino-Märkte je 100.000 Einwohner, in Großpolen 17,2, in Westpommern 12,4, in Oppeln 12,7, in Niederschlesien 11,1, in Kujawien-Pommern 11,2, in Heiligkreuz 10,3 und in Łódź 10,8.

Logistik für den Osten

Auch hinter den Kulissen wird an der nächsten Wachstumsstufe gearbeitet. Dino plant ein neues Distributionszentrum in Wiśniew bei Siedlce in der Woiwodschaft Masowien. Es soll die Expansion in Ostpolen unterstützen, Lieferungen an neue Filialen beschleunigen und die Logistikeffizienz des gesamten Netzes erhöhen.

Masowien, Lublin und das Karpatenvorland gehören bislang zu den Regionen mit vergleichsweise wenigen Dino-Filialen. Für das geplante Zentrum läuft das Verfahren für die Umweltgenehmigung: Der Antrag wurde am 11. August 2025 gestellt, die Unterlagen am 22. August 2025 ergänzt. Betroffen sind elf Grundstücke.

Während in Wiśniew noch das Genehmigungsverfahren läuft, nimmt der Markt in Zasieki bereits sichtbar Gestalt an. Das Gebäude steht fast, davor wird noch gearbeitet. Der Einkaufstourismus über die Grenze bekommt damit weiteren Schub – und die Baustelle bei Forst ist ein ziemlich greifbares Zeichen dafür.