Action kehrt an Dortmunds Ostenhellweg zurück: Sechste Filiale eröffnet im November
In der Dortmunder Innenstadt kommt Bewegung in eine lange verwaiste Ladenfläche: Am Ostenhellweg 32–34 soll im November ein neuer Action-Markt eröffnen. Ein genaues Datum steht am 28.10.2026 noch nicht fest. Unternehmenssprecher Julian Corsten bestätigte die Eröffnung gegenüber den „Ruhr Nachrichten“.
Bis dahin hat das Geschäft einige Leerstandsmonate hinter sich. Nachdem Depot im Winter 2024 geschlossen hatte, blieb die Fläche zunächst leer. Rund ein halbes Jahr später zog das Outlet-Center „City Pop-up“ ein – der Versuch blieb jedoch erfolglos. Mitte 2026 war auch dieses Kapitel beendet, die Räumlichkeiten standen erneut leer.
Sechste Dortmunder Filiale
Action plant dort sein gewohnt breites Sortiment: Putzmittel, Spielzeug, Elektronik und Dekorationsartikel sollen unter einem Dach zu finden sein. Die Warenbereiche werden im Laden getrennt angeordnet. Breite, helle Gänge sollen den Einkauf erleichtern – kein unwichtiger Punkt, wenn zwischen Deko-Körben, Kabeln und Spielzeug ordentlich Betrieb herrscht.
Mit dem Standort am Ostenhellweg eröffnet Action seine sechste Filiale in Dortmund. Konkurrenz ist gleich nebenan: In der Nähe befindet sich bereits TK Maxx, Tedi liegt weniger als 100 Meter entfernt. Für die Kundschaft heißt das kurze Wege und vermutlich den einen oder anderen spontanen Abstecher.
Vom Zwölf-Filialen-Unternehmen zum internationalen Konzern
Action wurde 2011 von der britischen Private-Equity-Gesellschaft 3i übernommen. Heute hält 3i rund 80 Prozent der Anteile und bezeichnet Action als wichtigste Beteiligung im eigenen Portfolio. Der Preisdruck im Geschäft ist allerdings spürbar: Ein chinesischer Kleiderbügelproduzent aus Shenzhen, der Action beliefert, gibt seine Gewinnmarge mit fünf Prozent an. Branchenüblich seien zehn bis 15 Prozent.
Konzernchefin Hajir Hajji kennt das Unternehmen zudem von der Pike auf. Sie begann mit 17 Jahren als Aushilfe bei Action, damals hatte der Händler zwölf Filialen. Frankreich ist inzwischen der größte europäische Markt und seit Jahren das Land mit den meisten Action-Standorten.
Der Blick geht längst über Europa hinaus. Action bereitet den Eintritt in die USA vor: Die erste Filiale im Südosten der Vereinigten Staaten soll Ende 2027 oder Anfang 2028 eröffnen. Bis 2030 sind dort rund 100 Standorte vorgesehen.
Wachstum, neue Länder und Klimaziele
Wie kräftig der Konzern wächst, zeigen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Durchschnittlich kauften jede Woche 21,6 Millionen Menschen bei Action ein, der Umsatz auf vergleichbarer Verkaufsfläche wuchs um 4,9 Prozent.
Das Filialnetz wurde um 384 Standorte erweitert und umfasst nun 3.302 Filialen in 14 Ländern. Das operative Ergebnis legte um 14 Prozent auf 2,367 Milliarden Euro zu. Mehr als 4.500 neue Arbeitsplätze kamen hinzu; inzwischen beschäftigt Action über 84.000 Menschen aus 166 Nationen.
Für 2026 plant das Unternehmen mindestens 400 weitere Filialen. Neue Märkte sollen in Kroatien und Slowenien entstehen, wobei erste Standorte in Kroatien laut Action bereits eine hohe Nachfrage verzeichnen. Zur weiteren Expansion werden Logistikzentren in Italien, Spanien und Frankreich errichtet. Der Markteintritt in Bulgarien ist für 2027 geplant.
Auch bei den Umwelt- und Sozialthemen baut Action seine Programme aus. Die Klimaziele wurden von der Science Based Targets Initiative bestätigt und entsprechen dem 1,5-Grad-Ziel. Seit 2021 sanken die Emissionen aus den eigenen Betriebsprozessen um 56 Prozent. Entlang der Lieferkette beteiligen sich zunehmend mehr Lieferanten an Klimazielen.
Bei den Eigenmarken stammen mehr als 99 Prozent der verwendeten Rohstoffe aus zertifizierten Quellen – darunter Baumwolle, Holz, Kakao, Kaffee und Palmöl. Den Anteil recycelter Kunststoffe erhöhte Action auf 37 Prozent, außerdem wurden die Verpackungen weiter optimiert.
Tausende Kinder profitieren von Kooperationen mit Hilfsorganisationen. Neue Initiativen unterstützen sportliche Aktivitäten und die medizinische Forschung zu Kinderkrebs. Dazu kommen Programme für faire Einkommen in landwirtschaftlichen Lieferketten. Und während in Dortmund noch auf den genauen Eröffnungstermin gewartet wird, laufen andernorts bereits die Vorbereitungen für die nächsten Expansionsschritte – bis hin zu den geplanten rund 100 US-Standorten.
