Bei dm sorgt derzeit eine Hautpflegemarke aus Ungarn für ordentlich Andrang: NERDS Beauty ist seit März 2026 neu und exklusiv im Sortiment der Drogeriekette. Seit März sind die Produkte im dm-Onlineshop erhältlich, ab Mai sollten sie in allen dm-Filialen angeboten werden. Heute, am 28.10.2026, ist die Marke damit längst nicht mehr nur ein Online-Tipp, sondern auch in den Filialen & Standorten angekommen.

Der Reiz liegt auf der Hand: NERDS verbindet moderne, wissenschaftlich untersuchte Wirkstoffe mit vergleichsweise niedrigen Preisen. Die Marke verspricht effektive Inhaltsstoffe, wissenschaftlich fundierte Formulierungen, erschwingliche Preise und möglichst sichere, hautverträgliche Pflege. Nach eigenen Angaben verzichtet das Unternehmen unter anderem auf Parabene, Duftstoffe, Mineralöle und Sulfate. Tierversuche lehnt NERDS ebenfalls ab.

Eine Marke für Menschen, die INCI-Listen lesen

Hinter NERDS steht Dorina Pallai, eine ungarische Unternehmerin und Kosmetikchemikerin, die seit mehr als zehn Jahren im Labor arbeitet. Entstanden ist die Marke aus ihrer Beschäftigung mit moderner Hautpflege und wissenschaftlich fundierten Wirkstoffen. Der Name „NERDS“ spielt auf Menschen an, die sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen – in diesem Fall mit Formulierungen, Wirkstoffen und den kleinen Details der Hautpflege.

Zur Markenphilosophie gehört auch ein ungewöhnlicher Satz: NERDS erklärt, die Preise nicht allein deshalb zu erhöhen, weil dies möglich wäre. Zunächst kommen sechs Gesichtspflegeprodukte ins Sortiment. Das Angebot umfasst außerdem Reinigungsprodukte, Wirkstoffseren, Feuchtigkeitscremes, Peelings und Sonnenschutz. Zu den zentralen Wirkstoffen zählen Retinal, Niacinamid, Peptide und Azelainsäure.

Jedes Produkt soll laut Marke auf einem klar definierten Pflegekonzept beruhen, etwa zur Behandlung eines bestimmten Hautproblems. Gleichzeitig betont NERDS, dass Haut individuell ist und es keine universelle Lösung gibt. Das klingt vernünftig – und erspart vielleicht den einen oder anderen hektischen Fehlkauf vor dem Badezimmerspiegel.

Seren, Barriereschutz und Preise im Vergleich

Zu den genannten beliebten Produkten gehört das 10-%-Azelaic-Acid-Serum gegen Rötungen und Unreinheiten. Der Multi-Peptide-Smart-Aging-Moisturizer soll die Haut glatter und praller wirken lassen, während das 0,10-%-Retinal-Serum gegen erste Fältchen eingesetzt wird. Das Niacinamid-Serum zielt auf ein ebenmäßigeres Hautbild. Das Barrier Restore Fluid mit Ceramiden soll die Hautbarriere unterstützen.

Viele NERDS-Produkte liegen meist im Drogeriebereich und kosten etwa 5 bis 15 Euro. Für einige Artikel nennt der Vergleich jedoch höhere Preise: Das Sortiment bewegt sich ungefähr zwischen 13 und 21 Euro. Das 15-%-Vitamin-C-Serum „15 % Vitamin C + 2 % Glutathione Fresh Active“ kostet 18,85 Euro. Vitamin-C-Pulver und Flüssigkeit sind getrennt in der Flasche enthalten und vermischen sich erst beim ersten Pumpstoß. So soll der Wirkstoff länger vor Licht und Luft geschützt und aktiv bleiben.

Zum Vergleich: „C-Glow“ von Geek & Gorgeous enthält ebenfalls 15 Prozent Vitamin C und ist etwas günstiger. Nach dem Öffnen muss das Produkt allerdings im Kühlschrank gelagert werden und ist nur drei Monate haltbar. Das Balea Vitamin-C-Serum verwendet eine stabilere, weniger schnell zerfallende Vitamin-C-Form. Es muss weder gekühlt noch aktiviert werden, soll aber etwas schwächer wirken.

Der Multi-Peptide Moisturizer kostet rund 20,85 Euro für 50 Milliliter. Peptide sollen die mit zunehmendem Alter abnehmende Spannkraft der Haut unterstützen. Ein ähnliches Konzept verfolgt laut Vergleich die Balea Beauty Expert Tagescreme mit Peptiden: Sie kostet 5,95 Euro und ist damit 15 Euro günstiger.

Beim Barrier Restore Fluid werden 18,85 Euro pro 100 Milliliter fällig. Feuchthaltemittel und Ceramide sollen die Hautbarriere stärken. Die CeraVe Feuchtigkeitspflege setzt ebenfalls auf Ceramide, ist dermatologisch getestet und kostet 12,85 Euro bei größerem Inhalt. Als günstigere Alternative wird das Balea Hyaluron-Serum für 3,95 Euro genannt, das Feuchtigkeit spenden soll.

Lippenpflege für knapp 14 Euro

Auch die Lippen bekommen bei NERDS ein eigenes Produkt: Das Lip Treatment kostet knapp 13,85 Euro für 10 Milliliter. Peptide sollen die Lippen straffen, Hyaluronsäure Feuchtigkeit spenden und für ein volleres, geschmeidigeres Gefühl sorgen. Das Peptide Lip Treatment von hej organic verfolgt ein ähnliches Konzept mit Peptiden, Sheabutter und Rizinusöl. Bei dm kostet es 4,95 Euro für 8 Milliliter.

Auf Instagram äußerten sich Hautpflege-Fans zur Markteinführung überwiegend positiv. Der Andrang bei dm passt dazu: Wirkstoffe sind längst kein Nischenwissen mehr, und viele Kundinnen und Kunden schauen genauer hin, was in einem Serum steckt – vor allem, wenn der Preis nicht gleich die Haushaltskasse aus dem Takt bringt.

Seren haben viele Aufgaben

Seren werden generell gezielt für unterschiedliche Hautbedürfnisse eingesetzt, etwa bei Hautalterung, trockener oder dehydrierter Haut und einem ungleichmäßigen Teint. Neben NERDS bieten auch etablierte Marken passende Varianten an.

Das NIVEA Expert Filler Cellular Vitamin C Radiance Serum enthält antioxidatives Vitamin C. Es soll die Strahlkraft der Haut unterstützen und Falten optisch mildern. Das NIVEA Cellular Expert Filler Hyaluronserum richtet sich an trockene, zu Dehydrierung neigende Haut und soll zu einem glatteren, weicheren und erfrischteren Hautbild beitragen.

Für Gesicht, Hals und Dekolleté ist das NIVEA Cellular Expert Lift 3-Zonen Lifting Serum vorgesehen. Es soll die Hautelastizität sowie die Definition der Gesichtskonturen unterstützen. Das NIVEA Expert Filler Cellular SPF 50 Daily UV Serum Fluid kombiniert Feuchtigkeitspflege, Anti-Aging-Wirkung und hohen UV-Schutz. Es soll Falten optisch auffüllen und vorzeitiger, durch UV-Strahlung und Umweltfaktoren bedingter Hautalterung entgegenwirken.

Das UV-Serum hat eine leichte Textur und zieht schnell ein. Bei der Anwendung wird es gleichmäßig auf das Gesicht aufgetragen und vollständig einziehen gelassen, bevor weitere Pflegeprodukte verwendet werden. Im dm-Regal dürfte es also künftig nicht nur um den Namen gehen, sondern um die Frage, welcher Wirkstoff gerade zur eigenen Haut passt – und was am Monatsende noch im Geldbörserl liegt.