In Höxter tut sich etwas bei Aldi: Die Filiale am Küsterweg 1 ist nach ihrer Neueröffnung im November 2024 erneut erweitert und modernisiert worden. Seit Mitte Oktober blieb der Markt dafür vorübergehend geschlossen. Am Montag, 26. Oktober, um 7 Uhr soll wieder geöffnet werden.

Auf künftig 1.040 Quadratmetern lässt sich dann deutlich luftiger einkaufen als bisher. Die Verkaufsfläche wächst von 800 auf 1.040 Quadratmeter. Breitere Gänge, mehr Platz für Tiefkühlprodukte und eine größere Aktionsfläche gehören zu den sichtbaren Änderungen. Aldi Nord setzt nach eigenen Angaben ein einheitliches Filialkonzept in rund 750 Märkten ein – in Höxter kommt dieses Konzept nun also noch einmal zum Einsatz.

Mehr Backwaren, neue Kooperation

Auch die Backwarenauslage wird erweitert. Künftig soll sie 40 Produkte umfassen. Ab November kooperiert Aldi Nord in der Filiale außerdem mit der regionalen Handwerksbäckerei Bäcker Sondermann. Die Bäckerei ergänzt das Aldi-Backsortiment um lokale Spezialitäten. Das dürfte nach frischen Brötchen riechen, bevor der Einkaufswagen überhaupt richtig voll ist.

Zum Start warten auf die Kundschaft kostenlose Bratwürstchen. Die ersten 100 Besucher können zudem an einem Gewinnspiel um Aldi-Einkaufsgutscheine im Wert von jeweils 500 Euro teilnehmen. Früh aufstehen könnte sich an diesem Morgen also tatsächlich lohnen.

Zwei moderne Aldi-Standorte in Höxter

Der Umbau am Küsterweg steht nicht allein. Der Aldi-Markt an der Pfennigbreite 38 wird nach umfassender Entkernung, Neuaufbau und Erweiterung wiedereröffnet. Das frühere Gebäude galt als nicht mehr zeitgemäß und bot zu wenig Platz für eine großzügige Aufteilung und breite Gänge.

Offener soll der modernisierte Markt wirken, optisch ähnlich wie der 2024 neu gebaute Aldi am Küsterweg. Mit der Wiedereröffnung gibt es in der Kreisstadt zwei moderne Aldi-Standorte. Die Bauarbeiten in der Pfennigbreite begannen im Juni 2025 mit dem Abriss. Der Bericht dazu erschien am 5. Dezember 2025.

Umbauen statt einfach weitermachen

Die Entwicklung in Höxter passt zu einer größeren Bewegung im Konzern. Aldi schließt 2026 bundesweit mehrere Filialen bei Aldi Nord und Aldi Süd. Seit Jahresbeginn übersteigt die Zahl der Schließungen die der Neueröffnungen; im März 2026 lag die Nettoveränderung bei minus acht Standorten.

Betroffen sind vor allem ältere Filialen aus den 1980er- und 1990er-Jahren, die häufig zu klein oder veraltet sind. Bei Aldi Nord werden unter anderem Standorte in Hamburg-Hamm, Hamburg-Barmbek, Hamburg-Wilhelmsburg, Bremen-Gröpelingen, Berlin-Lichtenberg und Berlin-Neukölln geschlossen. Die Berliner Filialen sollen nach Umbauten wieder öffnen.

Aldi Süd schließt Standorte in Esslingen, Offenburg, Freising, Aschaffenburg, Augsburg und Worms. In Worms wurde eine Filiale mit einem größeren Standort zusammengelegt. Auch Netto Marken-Discount und Penny verzeichneten Filialrückgänge, während Lidl im selben Zeitraum leicht wuchs.

Hinter den Schließungen steht ein Modernisierungs- und Bereinigungsprogramm. Parallel entstehen größere Märkte, unter anderem in Stuttgart-Vaihingen, München-Riem, Karlsruhe-Durlach, Hannover, Kiel und Magdeburg. Geplant sind größere Verkaufsflächen für Frischeprodukte, ein stärkerer Fokus auf Nachhaltigkeit, Selbstbedienungskassen und teilweise Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Für 2026 und 2027 wird erwartet, dass Aldi Nord und Aldi Süd jeweils insgesamt etwa ein Prozent weniger Filialen betreiben. Die verbleibenden Standorte sollen größer und moderner werden. Im Lebensmitteleinzelhandel ist ohnehin Bewegung: Das Discountsegment schrumpft leicht, während größere Vollsortimenter moderat wachsen oder stagnieren.