eyes + more eröffnet erste Filiale in Liezen und plant 22 weitere Standorte in Österreich
Im Einkaufszentrum ELI in Liezen gibt es seit Donnerstag eine neue Adresse für Brillen und Sehtests: „eyes + more“ hat dort eine Filiale eröffnet. Der rund 100 Quadratmeter große Store liegt in einer wichtigen Einkaufsstadt der Steiermark – und ist damit der erste Standort des Unternehmens in dieser Stadt.
Eröffnet wurde die Filiale am 22. Oktober 2026. Auf der modernen Verkaufsfläche finden Kundinnen und Kunden Einstärkenbrillen, Gleitsichtbrillen, Lesebrillen und Sonnenbrillen. Auch Sehtests gehören zum Angebot. Zwei Räume stehen dafür bereit, Beratungstermine und kostenlose Sehtests können online gebucht werden.
Brillen zum Fixpreis und ein breites Sortiment
Das Konzept setzt auf modische Brillen zu transparenten All-inclusive-Festpreisen ohne versteckte Kosten. Zur Eröffnung gibt es Angebote ab einer Brille sowie zusätzliche Bundle-Angebote. Das Store-Design mit warmen Holzelementen soll eine angenehme Atmosphäre schaffen – also kein hektisches Auf-und-Zu zwischen Kasse und Auslage.
Die Kollektionen wechseln monatlich. Dazu kommen eine Kooperation mit Sylvie Meis, eine Sportbrillen-Kollektion mit dem Radsportteam Picnic PostNL sowie Marken wie Tommy Hilfiger, Ray-Ban und Armani Exchange. Persönliche Beratung übernehmen erfahrene Mitarbeitende und ein geprüfter Augenoptikermeister. Laut Unternehmensangaben wurde „eyes + more“ kürzlich vom TÜV für Preis, Qualität und Kundenservice ausgezeichnet.
„eyes + more“ gehört zum niederländischen Konzern „nexeye“, der international als Optikgruppe auftritt. Aktuell betreibt das Unternehmen mehr als 330 Stores in fünf europäischen Ländern und strebt europaweit 500 Standorte an.
Neue Jobs und weitere Pläne in Österreich
Mit dem neuen Geschäft wächst nicht nur das Filialnetz, sondern auch das Team. Gesucht werden weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – sowohl ausgebildete Augenoptikerinnen und Augenoptiker beziehungsweise Augenoptik-Fachkräfte als auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.
In Österreich sollen in den kommenden Jahren rund 30 weitere Stores eröffnet werden. Die Zahl der Filialen soll innerhalb der nächsten drei Jahre von derzeit 18 auf 40 steigen. Für Luzia Ludwig, Head of Expansion von „eyes + more“, ist Liezen der erste Standort des Unternehmens in einer wichtigen Einkaufsstadt der Steiermark.
Ein Markt mit Rückenwind
Die Expansion fällt in eine Zeit, in der der globale Markt für Augenoptik in den kommenden fünf Jahren kräftig wachsen dürfte. Als Wachstumstreiber gelten Veränderungen im Verbraucherverhalten, wandelnde Marktstrukturen, technologische Innovationen, eine alternde Bevölkerung, steigende verfügbare Einkommen und die zunehmende Verbreitung von Augenerkrankungen.
Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf an Sehkorrekturen – und wird oft komplexer. Gleichzeitig könnten längere Bildschirmzeiten, besonders bei Jugendlichen, die Augen stärker beeinträchtigen als bisher angenommen. Das kann die Nachfrage nach präventiver Augenpflege erhöhen. Gesundheitsbewusstere Verbraucherinnen und Verbraucher suchen Produkte, die Sehschwächen korrigieren und vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Gefragt sind dabei funktionale und modische Lösungen, bei denen Qualität und Langlebigkeit zählen. Auch technologisch fortschrittliche Produkte wie smarte Brillen und Kontaktlinsen gewinnen an Interesse.
Regional wird für den asiatisch-pazifischen Raum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,1 Prozent gerechnet – das wäre weltweit das stärkste Wachstum. Gründe sind dort unter anderem eine alternde Bevölkerung, steigende Einkommen und veränderte Verbrauchervorlieben. Nordamerika könnte jährlich um 6,4 Prozent zulegen; dort treiben die zunehmende Verbreitung von Augenerkrankungen und ein stärkeres Bewusstsein für präventive Augenpflege den Markt.
Für Europa wird eine jährliche Wachstumsrate von 4,3 Prozent erwartet. Dazu tragen die zunehmende Verbreitung von Kurz- und Weitsichtigkeit sowie die alternde Bevölkerung bei. Lateinamerika kommt laut Prognose auf 4,2 Prozent, unterstützt durch eine steigende Nachfrage und höhere verfügbare Einkommen.
Die Märkte funktionieren dabei unterschiedlich: Im asiatisch-pazifischen Raum ist das Angebot stark fragmentiert, viele kleine und mittlere Anbieter prägen das Bild; lokale Unternehmen dürften weiterhin dominieren. Nordamerika wird von wenigen großen Unternehmen bestimmt, die voraussichtlich auch künftig bedeutende Marktanteile halten. Europa ist stark reguliert, was den Markteintritt neuer Anbieter erschweren dürfte. Lateinamerika gilt als stark umkämpft, mit zahlreichen konkurrierenden Anbietern.
Weitere Impulse kommen von der zunehmenden Verbreitung von Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit, Innovationen bei smarten Brillen und Kontaktlinsen, dem stärkeren Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden sowie dem wachsenden Bewusstsein für präventive Augenpflege. Und dann ist da noch die Mode: Sie beeinflusst, welche funktionalen Produkte am Ende tatsächlich auf der Nase landen – vielleicht künftig auch in Liezen.
