BIPA macht Platz für LOOK BY BIPA: 100 neue Produkte und größere Beauty-Theken in 570 Filialen
Bei BIPA wird es bunter, breiter und ein Stück weit digitaler: Bis Ende 2026 bringt der österreichische Drogeriehändler mehr als 100 neue Produkte der Eigenmarke LOOK BY BIPA auf den Markt. Der Schwerpunkt liegt auf Lippen- und Nagelpflege. Damit wächst das Sortiment auf rund 450 Produkte.
Auch in den Filialen bekommt die Marke mehr Platz. Die LOOK-BY-BIPA-Make-up-Theke wird in allen 570 Standorten von 1,5 auf zwei Meter verbreitert und erhält ein neues Design. Zwischen Lippenstiften, Nagellacken und Pflegeprodukten dürfte es künftig also etwas enger für die Kundschaft werden – zumindest beim Vorbeischlendern.
Mehr Eigenmarken, mehr Fläche
BIPA führt insgesamt elf Eigenmarken mit rund 1.500 Artikeln. 2025 legte der Umsatz mit BI CARE um 20 Prozent zu, BI COMFORT wuchs um zehn Prozent, BI HOME um 17 Prozent. Besonders kräftig entwickelte sich die Gesichtspflege von BI CARE: Sie stieg um mehr als 60 beziehungsweise rund 60 Prozent. Auch Inkontinenzprodukte verzeichneten ein Plus von 22 Prozent.
Geplant ist unter anderem der Ausbau der Wirkstoffkosmetik-Linie BI CARE EXPERTS. Die Ultra-Sensitive-Linie von bi good wird erweitert, außerdem kommen die ersten Inkontinenz-Pants für Männer von BI COMFORT. Die bi-good-Produkte werden zu 80 Prozent in Österreich hergestellt. In mehr als 300 Filialen wurde zudem das Gesundheitssortiment ausgebaut. Neu im Regal stehen dort unter anderem BI-LIFE-Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium-Calcium-D3, Bittertropfen und Vitaminpräparate.
Die in Österreich entwickelte Babymarke BABYWELL ist inzwischen in elf REWE-Ländern erhältlich, darunter Deutschland. BIPA bleibt mit 570 Standorten der Drogeriehändler mit den meisten Filialen in Österreich. Das Unternehmen betreibt dort 176.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und beschäftigt österreichweit mehr als 4.000 Menschen, darunter rund 250 Lehrlinge.
Günstiger trotz steigender Verbraucherpreise
Beim Preis setzt BIPA auf ein dauerhaftes Angebot: Seit Februar gibt es unter „Einfach Preiswert“ rund 2.000 Produkte zu günstigeren Preisen. Aktionsangebote laufen zusätzlich weiter. Nach Unternehmensangaben sanken die Preise im gesamten BIPA-Sortiment 2026 um 0,6 Prozent – während die österreichischen Verbraucherpreise im selben Zeitraum um drei Prozent stiegen.
Rund zehn Millionen Euro investiert BIPA 2026 in Österreich. Geplant sind zehn neue Filialen sowie vier Umbauten mit Flächenerweiterung. Für 2027 stehen zwölf Neubauten und drei Umbauten in Österreich auf dem Plan; außerdem soll das Auslandsgeschäft weiter wachsen.
Seit dem Markteintritt in Rumänien im Jänner 2026 wurden dort elf Filialen eröffnet. Bis Ende 2026 soll das rumänische Netz auf 18 Standorte anwachsen. BIPA ist neben Österreich und Rumänien auch in Kroatien aktiv.
Vom Regal bis zur schnellen Lieferung
Wer nicht durch die Filiale gehen möchte, kann auf Onlineshop, App und Click & Collect ausweichen. Dazu kommen Quick-Commerce-Lieferungen über foodora und Wolt. Rund eine Million Kundinnen und Kunden kaufen laut BIPA jede Woche in Österreich ein – manche mit Einkaufsliste, andere vermutlich mit dem berühmten „Ich brauch nur schnell eine Sache“, das selten bei einer Sache bleibt.
Hinter den Kulissen hilft der mehrsprachige KI-Bot „HAIdi“ den Filialmitarbeitern, etwa bei Retouren, Disposition und Warenannahme. Das soll die Filialteams auch bei den täglichen Kleinigkeiten entlasten, die sich sonst erstaunlich schnell zu einem Berg auftürmen.
Der Frauenanteil liegt bei 98 Prozent in der Belegschaft und bei 92 Prozent in den Führungspositionen. Gesellschaftliche Schwerpunkte bleiben Frauengesundheit, Chancengleichheit und Inklusion. Die Initiative „Ehrlich gesagt“ beschäftigt sich seit 2025 unter anderem mit Frauengesundheit und Mental Load.
Gemeinsam mit der Stadt Wien betreibt BIPA außerdem die „Rote Box“, die seit 2023 kostenlose Periodenprodukte bereitstellt. Die Kooperation wurde bis 2028 verlängert. Im Frauenfußball und im Cheersport unterstützt BIPA seit 2026 junge Nachwuchstalente.
Ein Markt mit weiterem Wachstum
Der größere Rahmen: Der Umsatz mit Kosmetik- und Körperpflegeprodukten in Österreich lag 2023 bei mehr als zwei Milliarden Euro. Während der Corona-Pandemie gingen die Branchenumsätze 2020 besonders stark zurück, danach entwickelten sich die Zahlen wieder positiv. Prognosen zufolge soll der Umsatz bis 2028 auf über 2,2 Milliarden Euro steigen.
Das umsatzstärkste Segment ist „Personal Care“. Dazu zählen Pflegeprodukte für den Körper, die Haare, den Mund und die Zähne. Die Angaben stammen aus dem Statista Research Department und wurden am 17. Dezember 2025 veröffentlicht. (Stand dieses Berichts: 20.10.2026, Ort: Filialen & Standorte.)
