Am Münchner Stachus steht eine Veränderung an: Die McDonald’s-Filiale am Karlsplatz soll ab Januar 2027 für mehrere Monate schließen. Geplant sind Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten im dreistöckigen Restaurant. Für viele, die zwischen Innenstadt, Hauptbahnhof und Karlsplatz unterwegs sind, wird damit vorübergehend ein ziemlich vertrauter Anlaufpunkt wegfallen.

Das Restaurant zählt wegen seiner zentralen Lage zu den umsatzstärksten McDonald’s-Filialen Deutschlands. Rund um die Uhr wird es von Münchnern und Touristen besucht – tatsächlich ist die Filiale täglich 23 Stunden geöffnet. Nur zwischen 6 und 7 Uhr bleiben die Counter geschlossen. An der Fassade steht „McDonald’s“ in mehreren Sprachen, ein sichtbarer Hinweis auf das internationale Publikum.

Mehrere Monate Pause am Karlsplatz

Wer während der Bauzeit auf Big Mac, Chicken McNuggets oder McFlurry ausweichen möchte, muss auf andere Standorte gehen, etwa am Hauptbahnhof oder im Tal. Das Restaurant am Karlsplatz wurde am 12. August 1994 eröffnet und gehört damit seit mehr als drei Jahrzehnten zum Münchner Stadtbild.

Wie lange die Arbeiten genau dauern und welchen Umfang sie haben werden, ist allerdings noch offen. McDonald’s bestätigte auf Anfrage weder konkrete Einzelheiten zur Schließung noch einen verbindlichen Zeitplan. Auch McDonald’s Deutschland machte dazu bislang keine konkreten Angaben.

Direkt daneben soll die Hugendubel-Filiale von den Arbeiten nicht betroffen sein. Möglich ist lediglich, dass sich ihr Zugang leicht verändert. Der linke Teil des Stachus-Rondells rechts vom Karlstor ist bereits eingerüstet und mit Planen abgedeckt. Nach Angaben des Eigentümers werden dort witterungsbedingte Fassadenschäden repariert.

Modernisierungen auch an anderen Münchner Standorten

McDonald’s betreibt deutschlandweit knapp 1.400 Restaurants, davon 26 in München und Umgebung. In den kommenden Jahren sollen rund 400 weitere Standorte hinzukommen, gleichzeitig ist die Modernisierung zahlreicher bestehender Filialen vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens ist der Großteil der Münchner Restaurants bereits modernisiert.

Die Filiale am Goetheplatz wurde im Frühsommer renoviert. Auch am Harras wurde gebaut: Das Restaurant war mehrere Wochen geschlossen und öffnete nach Bauverzögerungen erst in der Vorwoche wieder. Für Stammgäste vermutlich eine Erleichterung – für hungrige Passanten während der Sperre eher mühsam.

Große Marke, großes Filialnetz

Die geplante Pause am Stachus fällt in eine Phase, in der McDonald’s weltweit weiter wächst. 2024 betrieb die McDonald’s Corporation rund 43.500 Restaurants – ein neuer Höchststand. Die meisten werden im Franchise-Modell geführt; die meisten Filialen befinden sich in den USA, gefolgt von China und Japan.

Der weltweite Umsatz stieg 2024 auf etwa 25,9 Milliarden US-Dollar, den größten Umsatz erzielt das Unternehmen weiterhin in den USA. Der Gewinn lag zuletzt bei mehr als 8,2 Milliarden US-Dollar. In Deutschland kam McDonald’s zuletzt auf rund 4,8 Milliarden Euro Umsatz – der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte des deutschen Geschäfts, obwohl die Zahl der Restaurants leicht zurückging. 2023 gab es hier rund 1.400 Standorte, die Mehrheit davon wurde als Franchise betrieben.

Auch beim Markenwert spielt der Konzern ganz oben mit. McDonald’s belegte zuletzt Platz fünf im Ranking der wertvollsten Marken weltweit, hinter Apple, Google, Microsoft und Amazon. Der Markenwert lag bei fast 223 Milliarden US-Dollar und damit deutlich über dem anderer Fast-Food-Marken. Starbucks erreichte etwa ein Drittel dieses Werts.

97 Prozent der Deutschen kennen McDonald’s; laut dem zugrunde liegenden Artikel ist die Kette damit die bekannteste Restaurantkette des Landes. Zum Sortiment gehören Burger, Chicken McNuggets, McFlurry-Eis und Apfeltaschen. Der Big Mac, 1968 erfunden, gilt als eines der bekanntesten Produkte der Marke. Sein Name taucht sogar im Big-Mac-Index auf, der die Preise des Burgers in verschiedenen Ländern vergleicht und als Indikator für die Kaufkraft dient.

Die genannten weltweiten und deutschen Unternehmensdaten stammen aus einem am 30. März 2026 von René Muschter veröffentlichten Statista-Artikel. Bis die Bagger am Stachus anrücken, bleibt dort aber erst einmal alles beim Alten: Rolltreppen, Menschenstrom, der typische Geruch aus dem Restaurant – und irgendwo wartet fast immer jemand auf seine Bestellung.