In Güstrow tut sich etwas am Heideweg: Am Dienstag, 3. November 2026, eröffnet am Heideweg 47 eine neue Netto-Marken-Discount-Filiale. Die Türen gehen ab 7 Uhr auf – wer früh einkauft, kann also noch vor dem Berufsverkehr durch die neuen Gänge schlendern.

Auf 1052 Quadratmetern Verkaufsfläche liegen mehr als 5000 Artikel bereit. Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Molkereiprodukte, regionale Lebensmittel und täglich frisch gebackene Backwaren gehören ebenso zum Sortiment wie Drogerieartikel, Bio-Lebensmittel und Getränke in Mehrwegflaschen. Dazu kommen Marken- und Eigenmarkenprodukte. Für den Einkauf mit dem Auto stehen 195 Parkplätze zur Verfügung.

Neue Filiale, alte Adresse

Der Neubau ersetzt die bisherige Filiale, die 1994 eröffnet worden war und dafür abgerissen wurde. Beim Projekt wurde in Güstrow bereits Richtfest gefeiert. Der Neubau umfasst rund 1.050 Quadratmeter Verkaufsfläche und soll etwa 5.000 Produkte anbieten – die Angaben unterscheiden sich damit nur geringfügig von den aktuellen Eröffnungsdaten.

Entstanden ist der Markt nach Angaben aus dem Projektumfeld, damit er modernen Anforderungen an einen Lebensmittelmarkt entspricht. Als Investor wird die van Mark Unternehmensgruppe, vertreten durch Herrn Sappok, genannt. Am Bau beteiligt sind unter anderem das Baugeschäft Hilbert sowie weitere Unternehmen, Handwerker und Partner. Patrick Muranko, Gebietsleiter Expansion-Ost von Netto, äußerte sich zum Projekt.

Bei der Eröffnung gibt es allerdings zwei unterschiedliche Angaben: Die Filiale am Heideweg 47 soll am 3. November 2026 um 7 Uhr öffnen; in den Informationen zum Richtfest ist der 17. November 2026 um 7:00 Uhr als geplanter Eröffnungstermin genannt. Klar ist: Danach wird Netto Marken-Discount wieder drei Filialen in Güstrow betreiben. Außerdem gibt es zahlreiche Netto-Standorte im Landkreis Rostock.

Einkaufen, sparen und Vereinsprojekte unterstützen

Geöffnet ist der Markt montags bis samstags von 7 bis 20 Uhr. Wer die Netto-plus-App nutzt, kann Coupons einlösen und mobil bezahlen. Auch am Payback-Bonusprogramm nimmt der Händler teil.

Bis zum 28. November läuft in teilnehmenden Netto-Märkten außerdem die Aktion „Bring dich ein für deinen Verein!“. Kunden können ihren Einkaufsbetrag an der Kasse aufrunden oder ihren Pfandbon spenden. Laut Unternehmen fließen die Spenden vollständig an gemeinnützige Vereinsprojekte im Umfeld der jeweiligen Filialen. Ein paar Cent, ein Zettel aus dem Pfandautomaten – und für den örtlichen Verein kommt am Ende doch etwas zusammen.

Netto setzt weiter auf Nähe

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel blieb 2025 in Bewegung, vor allem die Discounter bauten ihre Filialnetze weiter aus. Netto Marken-Discount kündigte an, seinen Expansionskurs fortzusetzen. Im vergangenen Jahr verfügte das Unternehmen über rund 4.300 Filialen; einschließlich etwa 90 Getränkemärkten waren es fast 4.400 Standorte.

Neue Märkte, modernisierte Verkaufsstellen und zusätzliche Standorte sollen die Präsenz als Nahversorger stärken – besonders in ländlichen Regionen. Nach Nielsen war Netto 2024 mit 72 Neueröffnungen der expansivste Discounter. Netto selbst spricht von 100 neuen Märkten. Zusätzlich wurden 440 Filialen erweitert oder modernisiert.

Der Gesamtumsatz erreichte 17,6 Milliarden Euro. Inflationsbereinigt entsprach das einem Plus von 2,7 Prozent. Seit 2018 hat Netto rund 500 Märkte geschlossen, an neue Standorte verlegt oder vollständig neu gebaut. Dahinter steht eine Expansionsstrategie, die auf Kundennähe und Versorgungssicherheit zielt: auf preisbewusste Kundinnen und Kunden ebenso wie auf Menschen in kleineren Städten und Dörfern.

Neue Standorte sollen den Bedarf an günstigen Lebensmitteln und die Nachfrage nach regionalen Produkten abdecken. Gleichzeitig baut Netto die Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern und das Angebot lokaler Produkte aus. Das Unternehmen sieht darin eine Stärkung der eigenen Positionierung und der regionalen Wertschöpfung.

Mit dem Ausbau des Filialnetzes grenzt sich Netto von Aldi und Lidl ab. Beide gelten bei Standortentscheidungen als zurückhaltender und setzen laut dem zugrunde liegenden Artikel eine erwartete Jahresumsatzschwelle von mindestens 6 Millionen Euro voraus, bevor eine Eröffnung infrage kommt. In Güstrow wird derweil am Heideweg weiter eingeräumt, etikettiert und vorbereitet – bald rollen dort wieder Einkaufswagen über den Parkplatz.