Paderborn im Wandel: Senioren-WG endet, Takko zieht ein und Friedhofsgebühren steigen
Im Kreis Paderborn liegen Veränderung und Alltag derzeit dicht beieinander: Eine Senioren-Wohngemeinschaft in Paderborn wird nach rund 20 Jahren aufgelöst, in Borchen zieht ein neuer Händler in eine ehemalige Elektronikmarkt-Fläche ein. Und auf den Friedhöfen der Stadt stehen neue Gebühren bevor.
Die Entwicklungen betreffen Bewohnerinnen, Angehörige, Gewerbetreibende und die Stadtverwaltung gleichermaßen. Gerade bei der Senioren-WG zeigt sich, wie einschneidend eine Veränderung von Räumen sein kann, die lange vertraut waren.
Senioren-WG nach zwei Jahrzehnten vor dem Aus
Paderborns älteste Senioren-WG endet nach rund 20 Jahren. Nach Angaben des Caritasverbands entsprechen die Räume nicht mehr den heutigen Standards und konnten deshalb nicht weiter vermietet werden. Für die verbliebenen Bewohnerinnen heißt das: Sie müssen umziehen.
Die Frauen fühlten sich vom Caritasverband überrumpelt. Alternative Unterkünfte wurden inzwischen für sie gefunden, dennoch bleibt der Abschied von der langjährigen Wohngemeinschaft ein harter Schnitt. Zwei Jahrzehnte gemeinsames Wohnen lassen sich schließlich nicht einfach in ein paar Kartons packen.
Friedhofsgebühren sollen sich 2027 verändern
Auch bei den Paderborner Friedhöfen zeichnet sich eine Neuordnung ab. Die Stadt plant ab 2027 teils niedrigere, teils deutlich höhere Gebühren. Besonders die Nutzung des Obduktionsraums und der Kühlzellen soll teurer werden.
Als Grund nennt die Stadt gesunkene Einnahmen infolge einer veränderten Nutzung. Der politische Beschluss ist für Mitte November vorgesehen. Gelten sollen die neuen Gebühren ab dem 1. Januar 2027.
Takko kommt an die Bahnhofstraße
In Borchen bekommt die ehemalige Euronics-Filiale an der Bahnhofstraße eine neue Aufgabe: Takko Fashion eröffnet dort am 26. November eine Filiale. Wo früher Elektronik über die Ladentheke ging, werden dann Textilien angeboten.
Die Firma Gebäudetechnik Wieseler nutzt künftig die bisherigen Lagerflächen des Elektronikmarktes selbst. Für Takko ist der Standort Teil einer größeren Expansionsplanung: Innerhalb von drei Jahren will das Unternehmen rund 300 neue Filialen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden eröffnen.
Pflegeimmobilien als Anlageidee
Im Zusammenhang mit Pflege und Wohnen werden Pflegeimmobilien häufig als zukunftsorientierte, renditestarke und sichere Investition beworben. Der zugrunde liegende Beitrag bezeichnet Immobilien als „Betongold“ – als bleibende Werte mit praktischem Nutzen. Geld könne durch Inflation an Wert verlieren oder sogar vollständig entwertet werden, während Immobilien als wertbeständige Anlage gelten sollen.
Eine Immobilie könne selbst genutzt oder vermietet werden. Pflegeimmobilien werden dabei als Pflegeappartements in Altenpflegeheimen beschrieben. Sie böten alters- und pflegegerechten Wohnraum und müssten gesetzlich vorgeschrieben barrierefrei sowie behindertengerecht gebaut sein.
Laut dem Beitrag gelten Pflegeappartements nach § 72 SGB XI als förderungswürdige Sozialimmobilien. Wenn ein Heimbewohner sein Heimentgelt nicht bezahlen könne, übernehme der Staat diese Kosten nach der genannten gesetzlichen Regelung. Dadurch werde die Zahlungsfähigkeit des Heimbewohners laut Artikel staatlich abgesichert.
