Seit zwölf Jahren steht in Bingen ein Möbelgroßmarkt am Autobahndreieck Nahetal auf der Tagesordnung. Die vorgesehene Fläche ist bereits markiert, doch gebaut wird dort nicht: Das Projekt befindet sich weiterhin in der Vorplanung.

Die Stadt bemüht sich seit Jahren um das notwendige Baurecht. Einfach ist das nicht. Die Aussichten auf eine Genehmigung gelten derzeit als besonders unsicher, denn das Vorhaben steckt in einem langwierigen Rechtsstreit. Als möglicher Betreiber beziehungsweise Interessent wird XXXLutz genannt. Das Unternehmen plant grundsätzlich eine Expansion in die Rhein-Main-Region.

Gericht stoppt das Möbelhaus erneut

Nach einem aktuellen Gerichtsurteil sind die Pläne für ein Möbelhaus am Autobahndreieck Nahetal nahe Bingen erneut gestoppt. Vorgesehen war die Ansiedlung der Möbelketten XXXLutz und Mömax im Gewerbe- und Industriepark Bingen und Grolsheim.

Über Jahre wurde das Vorhaben mehrfach geändert. Gutachten kamen hinzu, Gerichtsverfahren ebenso. Nun erklärte eine aktuelle Gerichtsentscheidung das geplante Möbelhaus für unzulässig. Damit liegen die Planungen vorerst wieder auf Eis – faktisch ist das Projekt auf den Ausgangspunkt zurückgesetzt.

Gegner des Projekts protestieren weiterhin. Auch der jüngste Richterspruch beendet den Streit nicht. Nachbarstädte wollen den Bau eines XXXLutz-Möbelmarkts in Bingen verhindern. Wann endgültige Rechtssicherheit erreicht werden könnte, wird nicht genannt.

Expansion bleibt grundsätzlich ein Thema

Auf der Expansionsseite der XXXL-Gruppe werden Grundstücke, Gewerbeimmobilien, brachliegende Objekte und bestehende Handelsimmobilien zur Entwicklung neuer Einrichtungshäuser gesucht. Als mögliche bestehende Standorte nennt das Unternehmen Baumärkte, Fachmärkte und Gartenmärkte.

Gesucht werden mittelgroße oder große Städte beziehungsweise vergleichbare Einzugsgebiete. Die Lagen sollen gut einsehbar sein, etwa an stark frequentierten Ein- oder Ausfallstraßen oder an stark frequentierten Handelsstandorten. Beim Flächenbedarf geht es um Grundstücke ab 6.000 Quadratmetern sowie um bestehende oder entwickelbare Verkaufsflächen ab 3.000 Quadratmetern.

Für Deutschland wird Dirk Dietrich als Ansprechpartner genannt. Er ist unter 030-25549-252-903 und per E-Mail unter [email protected] erreichbar. Zusätzlich sucht die Gruppe Einrichtungshäuser zur Übernahme oder für den Betrieb in Kooperation beziehungsweise als Joint Venture.

Bei Firmenübernahmen oder Joint Ventures auf europäischer Ebene ist Harald Vuissa Ansprechpartner; Kontakt ist per E-Mail unter [email protected] möglich. Alle Anfragen und Angebote werden laut der Expansionsseite diskret behandelt. Für Bingen heißt das vorerst: markierte Fläche, viele Akten und weiterhin kein Möbelmarkt.