Im Untergeschoss des Säliparks in Olten steht eine grössere Veränderung an: Die Denner-Filiale an der Louis-Giroud-Strasse 26 soll umfassend um- und ausgebaut werden. Grundlage dafür ist ein öffentlich aufliegendes Baugesuch der Stadtverwaltung Olten.

Vorgesehen ist unter anderem, die Verkaufsfläche um rund 50 bis 60 Quadratmeter zu erweitern. Auch der Lagerbereich soll deutlich grösser werden. Dazu kommt ein moderneres, helleres und übersichtlicheres Ladenkonzept – mehr Platz für die Warenpräsentation, ein angenehmeres Einkaufserlebnis und eine effizientere Warenbewirtschaftung.

Umbau ist für 2027 geplant

Der Umbau in Olten ist derzeit für 2027 vorgesehen. Weil die Detailplanung noch läuft, stehen der genaue Baustart und die Dauer der Arbeiten noch nicht fest. Klar ist hingegen: Wegen des Umfangs muss die Filiale vorübergehend geschlossen werden. Über den Zeitraum der Schliessung will Denner informieren, sobald die Planung weiter fortgeschritten ist.

Wer gegen das Baugesuch Einsprache erheben möchte, kann dies bis zum 15. Oktober 2026 tun. Für die Kundschaft heisst es bis dahin erst einmal: weiter einkaufen wie gewohnt – zwischen Einkaufswagen, Kühlregalen und dem kurzen Griff zur Backware.

Teil einer schweizweiten Erneuerung

Das Projekt in Olten ist Teil einer schweizweiten Erneuerung des Denner-Filialnetzes. Denner teilte mit, dass im September bereits 300 Filialen auf das neue Ladenkonzept umgestellt worden seien. Das entspricht etwa der Hälfte aller Filialen in der Schweiz.

In einem Jahresrückblick zu den Grossprojekten des Jahres 2025 nennt Denner allerdings 250 umgestellte Filialen – mehr als 40 Prozent des Filialnetzes. Die Angaben stammen aus unterschiedlichen Zeitpunkten. Für die neuen Läden verspricht das Unternehmen ein erweitertes Angebot an stark nachgefragten Frischprodukten wie Früchten, Gemüse und Backwaren, energiesparende Kühlungen und Beleuchtungen sowie neu gekennzeichnete Aktionsbereiche.

Die Zahlen aus den bereits umgebauten Standorten klingen jedenfalls ordentlich: Dort stieg der Umsatz um 5 Prozent, die Kundenfrequenz um 7 Prozent. Bis Ende 2026 sollen mehr als 90 weitere Standorte umgebaut werden. Denner reagiert nach eigenen Angaben damit auf veränderte Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten; das Sortiment soll frischer und übersichtlicher präsentiert werden.

Mehr Frische, mehr Logistik

Der Konzern investierte 2025 nicht nur in die Filialen, sondern auch in Logistik und Infrastruktur. CEO Torsten Friedrich zufolge wurden trotz laufendem Tagesgeschäft wichtige Fortschritte bei Grossprojekten erzielt. Zwei weitere Verteilzentralen sollen das wachsende Filialnetz versorgen.

Die dritte Verteilzentrale für gekühlte Waren in Mägenwil nimmt Anfang Februar 2026 den Betrieb auf. Der Minergie-zertifizierte Neubau soll den Transport und die Warenverfügbarkeit von Frischeprodukten verbessern; in Mägenwil entstehen dabei 70 neue Arbeitsplätze. Eine vierte Verteilzentrale für ungekühlte Waren in Aclens soll 2027 in Betrieb gehen und die Logistikkapazitäten in der Westschweiz erweitern.

Parallel dazu standardisierte und optimierte Denner seine internen Prozesse mit der Umstellung der Stammdatensysteme auf SAP. 2025 wurden nach rund vier Jahren schrittweiser Ablösung die letzten Warengruppen angebunden. Die Umstellungen liefen bei laufendem Betrieb; Transport und Warenfluss waren nicht eingeschränkt, die Produkte blieben in den Filialen verfügbar. 2026 soll das Projekt mit der Erneuerung der Kassensoftware abgeschlossen werden.

Vom Ladenbild bis zum Arbeitsalltag

Die Anpassung des Filialnetzes folgt veränderten Ernährungsgewohnheiten und Einkaufsbedürfnissen. Bis Ende 2024 waren 159 Filialen auf ein neues Ladenkonzept umgebaut worden. In diesen Geschäften stieg die Kundenfrequenz durchschnittlich um 5 Prozent. Für 2025 waren weitere 128 Standorte vorgesehen.

Das Konzept umfasst ein aktualisiertes Ladenbild, ein erweitertes Angebot an frischen und saisonalen Produkten, eine stärkere Präsentation von Früchten und Gemüse, Backwaren und Convenience-Produkten, eine vereinfachte Ladeneinteilung sowie besser sichtbare Aktionsangebote. Nach den rund 600 Denner-eigenen Filialen sollen auch etwa 270 Denner-Partnerbetriebe an das neue Konzept angeglichen werden.

Mehr Frische bedeutet allerdings auch mehr Arbeit hinter den Kulissen. Die Anforderungen an die Sortimentsbewirtschaftung steigen, der Arbeitsalltag wird abwechslungsreicher. Prozessoptimierungen in Lagern und Administration sollen den Mitarbeitenden dafür mehr Zeit für die Sortimentspflege und die Betreuung der Kundschaft verschaffen. In Olten bekommt dieses Konzept nun voraussichtlich 2027 mehr Raum – im wahrsten Sinn des Wortes.