Hunkemöller baut Filialnetz um: 16 Schließungen und neue Pläne für Essen
Bei Hunkemöller wird das Filialnetz umgebaut. Die Wäsche-Kette überprüft ihre Standorte und schließt 2026 mehrere Geschäfte. Für Kundinnen und Kunden heißt das: In einigen Innenstädten ist der Räumungsverkauf bereits gelaufen oder die Tür bleibt schon zu, während andernorts zugleich neue Pläne entstehen.
Nach Angaben des Unternehmens folgt das einer Strategie, die seit rund eineinhalb Jahren angekündigt ist. Das Store-Portfolio werde regelmäßig überprüft, neue Standorte sollen Investitionen erhalten, bestehende Filialen modernisiert und ein neues Store-Konzept eingeführt werden. Nach dem derzeit bekannten Stand sind 16 Schließungen öffentlich geworden. Ob diese Liste vollständig ist, bleibt allerdings unklar.
Diese Hunkemöller-Filialen schließen oder sind bereits geschlossen
In Mannheim in Baden-Württemberg ist die Filiale geschlossen. In Wangen endete der Betrieb zum 8. Oktober; vorher gab es dort einen Räumungsverkauf.
Auch in Bayern sind mehrere Standorte betroffen: Bad Tölz ist seit 18. Juli geschlossen, Dillingen seit 13. Mai, Kulmbach seit 3. Juni und Schwandorf seit 30. April.
Nordrhein-Westfalen weist die längste Reihe auf. Die Hunkemöller-Filiale in Goch ist seit 26. Mai geschlossen, in Höxter seit 16. Juni, in Lübbecke seit dem Frühjahr und in Neuss seit Mai/Juni. Rheine schloss zum 5. September, Meschede zum 16. September. In der Essener Innenstadt endete der Betrieb zum 15. September; in Essen-Rüttenscheid ist die Schließung zum 15. Oktober vorgesehen.
In Görlitz in Sachsen ist das Geschäft seit 16. Juni geschlossen. Itzehoe in Schleswig-Holstein soll zum 15. Oktober folgen. Heute, am 14. Oktober 2026, steht dieser Termin also unmittelbar bevor.
Neue Filiale in Essen geplant
Ausgerechnet in Essen soll gleichzeitig eine neue Hunkemöller-Filiale eröffnet werden. Dazu kommen weitere Modernisierungen bestehender Geschäfte. Der Rückzug aus einzelnen Lagen bedeutet damit nicht, dass sich das Unternehmen aus dem stationären Handel verabschiedet – die Standorte werden neu sortiert, manche verschwinden, andere bekommen ein anderes Gesicht.
Hunkemöller wurde 1886 in Amsterdam gegründet und betreibt nach eigenen Angaben mehr als 700 Geschäfte in 20 Ländern. Deutschland zählt das Unternehmen zu seinen wichtigsten Märkten. Weitere Investitionen in das stationäre Geschäft sind angekündigt. Für die Innenstädte bleibt damit ein gemischtes Bild: geschlossene Türen an mehreren Orten, aber eben auch neue Konzepte und ein neuer Laden in Essen.
