In Dasing bekommt McDonald’s einen neuen Standort. Die Filiale an der Messerschmittstraße bleibt noch bis zum 30. November geöffnet. Danach zieht sie wenige hundert Meter weiter ins Gewerbegebiet an die Laimeringer Straße 5.

Beim Spatenstich waren unter anderem Franchisenehmerin Christiane Liebhart und Restaurantleiter Ahmed Alkhames dabei. Auf dem früheren Burger-King-Gelände an der Laimeringer Straße wurde das Gebäude im August abgerissen. Der Neubau von McDonald’s steht inzwischen bereits.

Mehr Platz, mehr Parkplätze, zwei Drive-in-Säulen

Die neue Filiale fällt deutlich größer aus als der bisherige Standort. Drinnen entstehen 116 Sitzplätze, draußen 126 Plätze auf der Terrasse. Zum Vergleich: In der Messerschmittstraße gibt es derzeit etwa 85 Sitzplätze im Innenbereich und 65 im Außenbereich.

Auch beim Parken soll sich einiges ändern. Die Zahl der Stellplätze wird sich von derzeit rund 20 verdoppeln. Zusätzlich sind ein Busparkplatz sowie Stellplätze für Elektroautos und E-Fahrräder vorgesehen. Auf dem Dach werden Solarpaneele installiert, die zur Stromversorgung des Restaurants beitragen sollen.

Für Kinder entsteht im Außenbereich ein Spieleland, im Gebäude ist ein kleiner Spielplatz geplant. Bestellt wird künftig an digitalen Terminals: Speisen lassen sich dort zusammenstellen und anpassen, bezahlt wird bargeldlos. Auch Bestellungen über die McDonald’s-App sollen möglich sein. Im Drive-in gibt es statt einer künftig zwei Bestellsäulen.

Die Öffnungszeiten am Morgen sollen angepasst werden. Geplant ist, täglich ab 7 Uhr zu öffnen.

Das Team zieht mit

Das bisherige Team arbeitet bis zum 30. November am alten Standort und wechselt anschließend an die Laimeringer Straße. Etwa eine Woche später ist eine stille Eröffnung mit erweitertem Mitarbeiterstab vorgesehen. So kann sich die Belegschaft in Ruhe mit den neuen Abläufen und der Technik vertraut machen, bevor es richtig losgeht.

Die offizielle Eröffnung ist für den 20. Dezember geplant, den vierten Advent. Bis dahin dürfte auf dem Gelände noch einiges zu tun sein – auch wenn das neue Gebäude schon steht.

Dasing als Teil eines größeren Modernisierungsschubs

Der Neubau passt in eine umfassendere Entwicklung bei McDonald’s Deutschland. Das Unternehmen plant, mehrere hundert Restaurants im gesamten Bundesgebiet schrittweise zu modernisieren. Apoprojekt übernimmt dabei als einer von mehreren Generalunternehmern eine zentrale Rolle. Gestartet ist das Programm im Mai 2025 mit dem Restaurant an der Mainzer Landstraße in Frankfurt am Main; die Maßnahmen sollen sich über mehrere Jahre erstrecken.

Vorgesehen sind unter anderem neu gestaltete Lobbys und Eingangsbereiche, eine bessere Kundenführung, modernisierte Fassaden und renovierte Sanitäranlagen. Barrierefreie Toiletten, breitere Durchgänge und weitere zugängliche Lösungen sollen den Besuch erleichtern. Auch Drive-Through-Bereiche, Außenanlagen und Playlands werden nach aktuellen Sicherheits- und Designstandards überarbeitet. Dazu kommen größere Küchenkapazitäten sowie modernisierte McCafé-Bereiche.

Bei der Nachhaltigkeit geht es um mehr als die Solarpaneele in Dasing. McDonald’s will die Schnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausbauen. Derzeit verfügen rund 600 Restaurants über Ladestationen, bis Ende 2026 sollen es 800 sein. Außerdem sind Photovoltaikanlagen auf weiteren Restaurantdächern, eine höhere Energieeffizienz und ein geringerer Energieverbrauch geplant. Wo möglich, sollen umweltfreundliche Materialien und ressourcenschonende Bauverfahren eingesetzt werden; während der Arbeiten sollen Abfälle und Ressourcenverbrauch möglichst gering bleiben.

Auch die digitale Seite wird ausgebaut. Bestellungen direkt am Tisch per Smartphone sollen eingeführt beziehungsweise erweitert werden, während Bestellungen an Kassen und Selbstbedienungsterminals weiterhin möglich bleiben. Neue Bildschirme an den Bestelltheken, moderne Kassensysteme und eine bessere WLAN-Abdeckung gehören ebenfalls zum Programm. Intern sollen Mitarbeiterkommunikation und Arbeitsabläufe digitaler werden. Für Gäste kann das weniger Wege und kürzere Wartezeiten bedeuten, für die Küchen eine bessere Steuerung der Abläufe.

Umbau mit laufendem Betrieb

Apoprojekt ist auf Mieterausbau und die Transformation bestehender Gebäude spezialisiert. Der Rahmenvertrag mit McDonald’s erschließt dem Unternehmen das Geschäftsfeld der Quick-Service-Restaurants. Gearbeitet wird überwiegend in bestehenden Filialen, teilweise während des laufenden Betriebs. Architekten, Ingenieure, Fachplaner und Spezialisten für nachhaltiges Bauen arbeiten dabei in interdisziplinären Teams zusammen. Lean-Management-Prozesse sollen die Bauabläufe effizient halten und Betriebsunterbrechungen möglichst klein machen.

Apoprojekt-Regionalleiter und Geschäftsleitungsmitglied Thomas Wagner bezeichnete den Auftrag als bedeutendes und komplexes Projekt. Das Frankfurter Restaurant an der Mainzer Landstraße dient als Pilotprojekt. Die dort gesammelten Erfahrungen sollen in weitere Renovierungen einfließen; ein vollständiger Zeitplan für die einzelnen Standorte ist noch nicht bekannt.

Die Arbeiten sollen in mehreren Phasen ablaufen: Zunächst stehen bauliche Veränderungen an Fassaden, Eingängen und Küchen an, parallel werden digitale und nachhaltige technische Systeme installiert. Danach folgen Lobbys, Sanitärbereiche und McCafé-Zonen, zuletzt Außenbereiche, Drive-Throughs und Spielplätze. Die Aufteilung soll den Restaurantbetrieb möglichst kontinuierlich aufrechterhalten. Ganz ohne Staub, Lärm oder kleine Umleitungen wird es bei solchen Arbeiten wohl trotzdem nicht abgehen. Sicherheitsstandards für Lebensmittelzubereitung und -lagerung müssen eingehalten, verschiedene Gewerke wie Elektrik, Installation, Maler- und Bodenarbeiten koordiniert werden. BIM-Modelle und digitale Planungstools sollen dabei helfen, Konflikte zu vermeiden.

Für Gäste bedeutet die Modernisierung ein aufgefrischtes Ambiente, bessere Beleuchtung und bequemere Sitzbereiche. Auch die Sanitärbereiche sollen sauberer und zugänglicher werden. Digitale Tischbestellungen könnten Wartezeiten verkürzen, neue Bildschirme und besseres WLAN den Aufenthalt angenehmer machen. Mitarbeiter sollen durch weniger manuelle Bestellschritte, größere Küchenkapazitäten – vor allem zu Stoßzeiten – sowie modernisierte und ergonomischere Arbeitsbereiche entlastet werden.

Für die Bau- und Immobilienbranche bringt das Programm Aufträge für Generalunternehmer und zahlreiche Gewerke. Apoprojekt erweitert seine Erfahrung mit komplexen Bestandsumbauten, während Photovoltaikanlagen, Ladestationen und digitale Infrastruktur in ein groß angelegtes gewerbliches Modernisierungsprojekt integriert werden. In Dasing ist davon zunächst vor allem der neue Baukörper an der Laimeringer Straße zu sehen – und ab dem 20. Dezember vermutlich auch der Duft von Pommes, der über den Parkplatz zieht.