Paderborns neue Ladenfronten: Donuts, Bubble Tea, Pizza und mehr – aber auch Schließungen
In Paderborn tut sich etwas an den Ladenfronten: Neue Angebote für Donuts, Bubble Tea, Pizza, Kaffee und Kosmetik kommen hinzu, während andere Geschäfte schließen. Die Veränderungen reichen damit von Lebensmitteln über Non-Food bis zur Gastronomie. Für Kunden bedeutet das vor allem: mehr Auswahl – und manchmal die Qual der Wahl.
An der Detmolder Straße 28 hat David Aktan vor wenigen Tagen die „Donuts & Bubble Tea Factory“ eröffnet. Die „Donut Bubble Tea Factory“ öffnete am 15. Oktober. Der gebürtige Paderborner hatte das Geschäft zuvor mehr als zwei Jahre in Warburg betrieben; an anderer Stelle wird von vier Jahren Donut-Verkauf in Warburg berichtet. Seit mehr als zwei Jahren suchte Aktan nach einer passenden Fläche in Paderborn, nun ist der Laden neben dem Siemes Schuhcenter gelandet. Hohe Fahrfrequenz und kostenlose Parkplätze sollen Kundschaft anlocken.
Süßes, Pizza und ein Café an der Ecke
Schon von außen ist der Laden kaum zu übersehen: Ein Graffiti des Künstlers Henning Marten Feil, bekannt als „Norbert 3000“, mit bunten Donuts wirbt an der Hauswand für das Geschäft. Drinnen gibt es Donuts mit mehr als 15 Füllungen, Matchas, Milkshakes und Bubble Teas. Aktan baut außerdem ein Online-Geschäft auf; unter anderem werden Donuts mit Firmenlogos bestellt. Geöffnet ist montags bis samstags von 10 bis 19.30 Uhr sowie sonntags von 13 bis 18 Uhr.
Auch an der Neuhäuser Straße 12 ist mit Doydoys Pizza ein neuer Lieferdienst gestartet. Betreiber sind Igor Zubkov und seine Verlobte Julia Ossatschi. Zubkov zog im Februar nach Paderborn, seine Lkw-Spedition in Kassel führt er weiterhin. Die Idee für das Franchise-Konzept entstand aus seinen Erfahrungen mit Pizzalieferdiensten in Paderborn – offenbar blieb dabei der Gedanke hängen: Das geht doch auch selbst.
Auf der Karte stehen mehr als 50 Pizzen, darunter Surf’n’Turf, Amsterdam, Cheeseburger, Teriyaki Chicken, Teriyaki Beef, Schawarma- und Hot-Dog-Pizza. Dazu kommen vegane Pizzen; sämtliche Beläge können auf Wunsch mit glutenfreiem Teig bestellt werden. Pasta, Salate, Wraps, Aufläufe, Fingerfood und Desserts ergänzen das Angebot. Selbstabholer und Gäste vor Ort bekommen 20 Prozent Rabatt. Von 11 bis 16 Uhr gibt es außerdem eine vergünstigte Lunch-Auswahl, die sich unter anderem an Firmenkunden richtet. Der Betrieb ist täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet.
In der Rosenstraße 16, an der Ecke Franziskanermauer, soll voraussichtlich Mitte November das „Amore Kiosk und Café“ von Ferhat Kajjo eröffnen. Geplant sind Zigaretten, Vapes, Alkohol, Handy- und Shishazubehör, Süßigkeiten, Kuchen und Zeitschriften. Im Café-Bereich mit etwa 15 Plätzen werden Kaffeevariationen und Matchas angeboten, im Sommer zusätzlich Smoothies. Alles gibt es auch zum Mitnehmen. Als Paketshop kommt noch eine weitere Funktion dazu.
Die geplanten Öffnungszeiten fallen üppig aus: Sonntag bis Donnerstag von 8 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag von 8 bis 4 Uhr. Zunächst ist kein Ruhetag vorgesehen. Kajjo betreibt bereits ein Geschäft mit identischem Konzept in Lingen sowie die Shisha-Bar Five Line in Salzkotten.
Subway kehrt zurück, Burgerme ist weg
Für Sandwich-Fans gibt es ebenfalls eine Nachricht. Die seit 2025 geschlossene Subway-Filiale an der Detmolder Straße soll wiedereröffnen. Einen genauen Termin nennt der neue Franchisenehmer Pajam Niktalab noch nicht, er strebt aber eine möglichst frühe Eröffnung an.
Für Niktalab wäre es der fünfte Subway-Standort in Paderborn. Weitere Filialen betreibt beziehungsweise übernimmt er an der Bahnhofstraße, am Frankfurter Weg, im Südring-Center und künftig wieder an der Talle am Angelnweg. In der Paderborner Kernstadt ist er damit der einzige Anbieter von Subway-Sandwiches und -Wraps.
Weniger erfreulich für Burgerfans: Der Burger-Lieferdienst Burgerme am Paderwall 1 nahe dem Neuhäuser Tor hat dauerhaft geschlossen. Darauf weist ein Aushang am Geschäft hin.
Kosmetik und Gewürze
An der Riemekestraße 135 hat Jasmin Ahmad ihren Salon „Kosmetikareal“ eröffnet. Das Angebot reicht von Pediküre, Maniküre und Gesichtsbehandlungen über Waxing bis zu Augenbrauen- und Wimpernbehandlungen sowie Wohlfühlmassagen. Ahmad ist ausgebildete Kosmetikerin und beschäftigt eine Auszubildende.
Bis März arbeitete sie in einem anderen Salon im Riemekeviertel. In den Räumen des neuen Geschäfts befand sich zuvor das Matratzen- und Bettengeschäft „Geborgen schlafen“. Das „Kosmetikareal“ öffnet montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 14 Uhr.
Am Westerntor steht dagegen ein Abschied bevor: Der Gewürze- und Delikatessenladen Violas schließt nach fast zehn Jahren zum Jahresende. Inhaberin Basak Vorbohle will nach dem Weihnachtsgeschäft aufhören und künftig nicht mehr im Einzelhandel arbeiten. Sie hatte nach einer Nachfolge gesucht, aber keine Einigung erzielt.
Die Insolvenz der Franchisegeberin Violas sei für ihre Entscheidung nicht ausschlaggebend gewesen. Die Belieferung der Franchisenehmer durch die Hamburger Manufaktur läuft trotz der Insolvenz weiter. In Deutschland gibt es 25 Violas-Geschäfte in 20 Städten. Vorbohle eröffnete ihren Laden im März 2017 an der Herz-Jesu-Kirche.
Frühere Probleme in der Umgebung – öffentlicher Alkohol- und Drogenkonsum, Pöbeleien und Sachbeschädigungen – seien aktuell kein Thema mehr. Ein kleiner, aber für die Lage wichtiger Unterschied.
Mehr Auswahl, aber noch offene Fragen
Weitere Bewegung gibt es in der Innenstadt: Das Café Star Bites wird von Ahmad Elham Abassi betrieben und erweitert sein Angebot über klassischen Kaffee hinaus um Spezialitäten aus dem Mittelmeerraum und vom Balkan, Matcha sowie kühle Getränke. Dazu kommen weitere neue Inhaber und Geschäftskonzepte, die bislang nicht namentlich genannt wurden.
Konkrete Angaben zu einzelnen Neueröffnungen sind bisher nur teilweise veröffentlicht. Ob alle Veränderungen auf dauerhafte Neugründungen hinauslaufen oder manche zunächst als Testphasen gedacht sind, ist nicht bekannt. Auch die genaue Zahl der neuen Geschäfte und ihre wirtschaftliche Bedeutung für die Innenstadt lassen sich anhand der vorliegenden Informationen nicht beziffern.
Stadtverwaltung und lokale Akteure dürften die weitere Entwicklung beobachten. Währenddessen duftet es an der einen Ecke nach warmem Teig, an der nächsten wird Kaffee ausgeschenkt, und irgendwo wartet vermutlich schon die nächste Ladenidee auf ihre Chance.
