Die Posten-Börse in Twist schließt zum Jahresende. Direkt neben der Filiale an der Overbergstraße liegt eine KiK-Filiale – und damit stellt sich für viele vor Ort die Frage, wie es dort weitergeht. KiK hat sich auf Anfrage zur Zukunft des Standorts geäußert.

Der konkrete Inhalt dieser Stellungnahme ist im zugrunde liegenden Artikel wegen der Bezahlschranke allerdings nicht enthalten. Eine verlässliche Aussage darüber, ob die KiK-Filiale in Twist ebenfalls schließen muss, lässt sich daraus deshalb nicht ableiten.

KiK plant bundesweit viele Schließungen

Klar ist: KiK verkleinert sein Filialnetz in Deutschland deutlich und will 2026 rund 150 Geschäfte schließen. Sieben weitere Standorte sind laut Informationen des Münchner Merkur bekannt: Wutöschingen, Wassenberg, Magdeburg, Mengen, Forst, Dassel und Pfullendorf. KiK bestätigte die Schließung einiger dieser Filialen auf Anfrage.

Für Wassenberg steht der letzte Verkaufstag am 14. September fest, in Wutöschingen soll am 18. September Schluss sein. Eine vollständige Liste aller etwa 150 Schließungen hat das Unternehmen bislang nicht veröffentlicht. Öffentlich bekannt oder bestätigt sind Schließungen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die kursierenden Listen können also unvollständig sein; weitere Standorte könnten noch bekannt werden.

Weniger Filialen, mehr Profitabilität

Begründet werden die Schließungen mit einer Korrektur der früheren Expansionsstrategie. Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel erklärte Ende März, das Filialportfolio solle stärker auf Profitabilität ausgerichtet werden. In manchen Regionen habe KiK sein Netz zu eng geknüpft, teilweise lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander.

Die Rechnung „fünf neue Filialen bringen automatisch fünfmal so viele Kunden“ sei laut Kümmel nicht vollständig aufgegangen. Europaweit sollen 300 Geschäfte schließen, gleichzeitig sind 75 Neueröffnungen geplant. Kündigungen seien nach Unternehmensangaben nicht vorgesehen. Betroffene Beschäftigte sollen möglichst in anderen Filialen weiterarbeiten oder eine alternative Lösung erhalten.

Das Unternehmen hinter den Filialen

KiK beschäftigt rund 32.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland. Gegründet wurde das Unternehmen 1994; der Name steht für „Kunde ist König“. Inzwischen ist KiK in 14 europäischen Ländern vertreten. Für 2024 weist das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro aus.

Am Geschäftsmodell will KiK trotz der geplanten Schließungen festhalten. Rund 60 Prozent des Sortiments bestehen aus Textilien, dazu kommen unter anderem Haushaltswaren und Dekorationsartikel. Was das für den Standort an der Overbergstraße in Twist bedeutet, bleibt nach der nicht vollständig zugänglichen Stellungnahme offen – nebenan endet für die Posten-Börse jedenfalls zum Jahresende eine Ära.