RevolutionRace kommt nach Oberhausen: Der schwedische Anbieter von Outdoor-Bekleidung eröffnet im Herbst 2026 seinen ersten stationären Store in Deutschland. Geplant ist das Geschäft im Westfield Centro, einem der größten Einkaufszentren Deutschlands. Auf der Website des Einkaufszentrums steht die Fläche bereits mit dem Hinweis „Eröffnet bald“.

Der Store soll auf Level 1 in der Kategorie „Sport, Fitness & Studios“ einziehen. Wann genau die Türen aufgehen, ist am 24.10.2026 allerdings noch offen. Auch zur Größe der Verkaufsfläche gibt es bislang keine Angaben.

Ein Standort mitten im Ruhrgebiet

Die Wahl fällt auf Nordrhein-Westfalen, laut RevolutionRace die stärkste deutsche Region des Unternehmens. Knapp 20 Millionen Menschen leben hier, darunter in den Großstädten Düsseldorf, Köln und Dortmund. Das Centro liegt verkehrsgünstig inmitten dieses dicht besiedelten Gebiets – und zieht jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien an.

Eröffnet wurde das Einkaufszentrum im Herbst 1996 auf dem ehemaligen Industrieareal der Gutehoffnungshütte in Oberhausen. Heute gibt es dort mehr als 125.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und rund 250 Geschäfte. Mit RevolutionRace wächst nun auch das Sport- und Outdoor-Angebot. In einem anderen Ruhrgebiets-Einkaufszentrum, dem Ruhr Park, entsteht derweil der Gastronomiebereich „Wald Terrassen“, dessen Eröffnung für 2028 vorgesehen ist.

Outdoor-Kleidung für Berg und Alltag

Seit 2014 bietet RevolutionRace nach eigenen Angaben Bekleidung für einen aktiven Lebensstil an. Die Marke wirbt mit nachhaltigen, zeitlosen Produkten, guter Passform und erschwinglichen Preisen. Die Kleidung soll draußen ebenso funktionieren wie im Alltag, sich unterschiedlichen Aktivitäten und Wetterlagen anpassen und Frauen sowie Männern jeden Alters offenstehen.

Im neuen Geschäft wird unter anderem die RVRC Ultra Series erhältlich sein. Die Premium-Kollektion kam im Oktober 2025 auf den Markt und gilt als technisch fortschrittlichste Linie der Marke. Ihr Konzept basiert auf einem speziell für den Alpinismus entwickelten Fünf-Schichten-Prinzip. Polartec, Primaloft-Isolierung und das RECCO-Rettungssystem gehören zu den eingesetzten Technologien und Materialien. Getestet wurden die Produkte im Labor und in den Bergen; sie sollen hohe Anforderungen an Strapazierfähigkeit, Komfort und Nachhaltigkeit erfüllen.

CEO Paul Fischbein bezeichnet Deutschland als den größten Markt von RevolutionRace. Die stationäre Präsenz soll bestehende Kundinnen und Kunden stärken und neue erreichen. Nach der erfolgreichen Etablierung von Geschäften in Schweden versteht das Unternehmen den Oberhausener Store als nächsten Schritt und wichtigen Meilenstein.

Vom Wohnzimmer in mehr als 40 Länder

Hinter der Marke stehen Niclas und Pernilla Nyrensten aus Borås in Schweden. Sie gründeten RevolutionRace, nachdem die Outdoor-Branche ihrer Einschätzung nach von hohen Preisen, mittelmäßiger Passform und einer eingeschränkten Farbauswahl geprägt war. Ihr Ziel: innovative und hochwertige Outdoor-Bekleidung zu erschwinglichen Preisen.

Anfangs lief vieles denkbar klein. Erste Produktvideos entstanden im Wohnzimmer, die Garage wurde zum Lager und Logistikzentrum. Produktentwicklung und Kundendienst übernahmen die Gründer unter anderem selbst. Das erste Werbevideo drehten sie mit einem Handy, ohne Skript und ohne professionelle Beleuchtung. Eigentlich rechneten sie mit einem Misserfolg – dann verbreitete sich der Film schnell viral.

Aus diesem Start ist ein international tätiges Unternehmen geworden, das inzwischen in mehr als 40 Ländern vertreten ist. RevolutionRace betreibt 20 Webshops und beschäftigt 130 Mitarbeiter. Dazu kommt ein Team von Markenbotschaftern. Im eigenen Webshop wurden mehr als 650.000 Rezensionen veröffentlicht. Das erklärte Ziel bleibt, zur meistempfohlenen Outdoor-Marke zu werden.