VR RegionalBank Birstein verbindet Filialmodernisierung mit digitalem Serviceausbau
In Birstein wird derzeit noch gearbeitet: Die VR RegionalBank modernisiert ihre Filiale. Am Samstag, 24. Oktober 2026, soll die Geschäftsstelle mit einem Tag der offenen Tür wiedereröffnet werden – von 11 bis 15 Uhr.
Eingeladen sind Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie Interessierte aus der Region. Sie können die neuen Räumlichkeiten besichtigen, mit dem Filialteam sprechen und neue Serviceangebote ausprobieren. Für Besucher stehen Imbiss und Getränke bereit.
Helle Räume, vertraute Gesichter
Die neugestaltete Filiale bietet helle, offene und freundliche Räume. Es gibt Möglichkeiten für persönlichen Austausch ebenso wie Bereiche für diskrete Beratung. Das Birsteiner Team bleibt dabei ansprechbar: Die Bank hält an persönlicher Beratung, vertrauten Ansprechpartnern und Entscheidungskompetenz vor Ort fest.
Vorstand Sebastian Emmert erklärte, die VR RegionalBank bleibe in Birstein sichtbar, erreichbar und regional verwurzelt. Rund 1,5 Millionen Euro flossen in die Modernisierung. Die Planungen begannen 2024. Bewährte Angebote sollen erhalten bleiben, zugleich entstehen neue Möglichkeiten für Beratung und Service.
Während der Umbauphase hielt das Birsteiner Team den Betrieb in einer Übergangsfiliale in der Hauptstraße aufrecht und beteiligte sich an der Neugestaltung. Die Bank dankt Mitgliedern und Kunden für ihre Geduld und Treue. Ebenfalls gewürdigt wurden die ausführenden Firmen, Handwerksbetriebe, Planer und weiteren Beteiligten.
VideoService und eBriefkasten
Zum Tag der offenen Tür gehört der neue VideoService. Er ermöglicht Gespräche mit Mitarbeitenden des KundenServiceCenters – persönlich und diskret, auch außerhalb der regulären Filialöffnungszeiten. Damit sollen längere Servicezeiten möglich werden.
Hinzu kommt ein neuer eBriefkasten. Über ihn lassen sich Überweisungsbelege und weitere Unterlagen digital übermitteln. Ein freistehender Geldautomat gegenüber dem Bankgebäude soll künftig die Bargeldversorgung sicherstellen. Beim Eröffnungstag stellt das Team die neuen Räume und Serviceangebote vor.
Die Investition soll die regionale Ausrichtung der Bank und die Verbindung von nachhaltigem Wachstum mit Verantwortung vor Ort unterstreichen. Persönliche Präsenz wird dabei mit digitalen Angeboten verbunden – kein Entweder-oder, sondern beides unter einem Dach.
Digitalisierung braucht einen gemeinsamen Kurs
Wie sich solche Angebote sinnvoll in die Entwicklung einer Regionalbank einfügen, beschreibt Atruvia im Strategierahmen „Digitale Regionalbank 2.0“. Ziel ist, den digitalen Status quo zu bestimmen und daraus eine Roadmap abzuleiten, die zur Geschäfts- und Risikostrategie der jeweiligen Bank passt.
Ohne einen übergeordneten Rahmen droht Digitalisierung laut Atruvia aus isolierten Projekten mit hohem Aufwand und begrenzter Wirkung zu bestehen. Regionalbanken müssen gleichzeitig jederzeit verfügbares Banking ermöglichen, persönliche und verlässliche Nähe bewahren, wachsenden regulatorischen Anforderungen und Wettbewerbsdruck begegnen – bei begrenzten Ressourcen. Viele Institute investieren bereits in digitale Lösungen, haben aber noch kein gemeinsames strategisches Zielbild.
Das Modell betrachtet deshalb vier Perspektiven: Kunden und Vertrieb, Organisation, Mitarbeitende sowie Geschäftsmodell. Digitalisierung wird damit nicht bloß als technische oder vertriebliche Aufgabe verstanden, sondern als Thema für alle Ebenen der Bank. Die Analyse fragt: Wo steht das Institut heute? Welche Stärken lassen sich ausbauen, wo bestehen Lücken und welche Maßnahmen haben Priorität?
Aus Kundensicht geht es um ein nahtloses, verlässliches und bequemes Nutzungserlebnis sowie um die Verbindung von Filiale, Kundendialogcenter, Selbstbedienungsgeräten und Mobile Banking. Untersucht wird unter anderem, welche Kanäle für welche Zwecke genutzt werden, wie stark digitale Angebote im Alltag verankert sind und wie die Bank im Vergleich zu anderen Volks- und Raiffeisenbanken steht. Daraus sollen Schritte entstehen, die Kundenerwartungen erfüllen, ohne die regionale Nähe aufzugeben.
Auch Organisation und IT kommen auf den Prüfstand. Komplexe Strukturen, historisch gewachsene Systeme, begrenzte Ressourcen und übervolle Projektlisten können den Wandel bremsen. Im Strategieprozess werden Prozesse, Strukturen und die IT-Landschaft betrachtet. Gemeinsam mit dem Management wird geprüft, wie gut alles auf die strategischen Ziele ausgerichtet ist, welche Projekte Vorrang haben und wo Entlastung nötig ist.
Die Mitarbeitenden gelten als zentral für die Umsetzung. Digitalisierung wird in Banken unterschiedlich erlebt – für manche als Chance, für andere als zusätzliche Belastung. Daher sollen Ziele, Rollen und Erwartungen geklärt werden: Welche Fähigkeiten werden künftig gebraucht? Welche Unterstützung ist erforderlich? Und wie kann Führung den Wandel als gemeinsamen Entwicklungsweg vermitteln? Veränderungen ohne die Belegschaft zu planen, soll gerade vermieden werden.
Zum Verfahren gehören eine strukturierte Standortbestimmung, ein Dokumentenreview, eine Reifegradanalyse beziehungsweise ein Reifegradmodell und ein zweitägiger Strategie-Workshop mit dem Management. Praxisbeispiele und Vergleiche mit anderen Banken helfen bei der Einordnung. Am Ende steht eine Roadmap mit Prioritäten, Maßnahmen, Zeithorizonten, der Verzahnung mit Geschäfts- und Risikostrategie sowie Hinweisen auf sinnvolle ergänzende Vertiefungen.
Die Roadmap ist als Arbeitsinstrument gedacht: Sie soll Orientierung geben und zugleich Anpassungen ermöglichen. Die inhaltliche Arbeit findet im zweitägigen Workshop statt; Vorbereitung und Nachbereitung – einschließlich Dokumentenreview, Reifegradanalyse und Roadmap-Erstellung – übernimmt Atruvia. Der Ansatz richtet sich speziell an Volks- und Raiffeisenbanken und ist für kleine, mittlere und große Institute geeignet.
Im Unterschied zu einzelnen Digitalprojekten verbindet er alle vier Perspektiven und ordnet Maßnahmen einer gemeinsamen Digitalstrategie unter. Atruvia bietet das Verfahren zur gezielten Weiterentwicklung der Digitalstrategie an. Kontakt: beratung@atruvia.de.
