In der Nacht von Freitag auf Samstag, 9./10. Oktober 2026, ist in einen Supermarkt in der Hauptstraße in Bann im Kreis Kaiserslautern eingebrochen worden. Die Täter verschafften sich zwischen 20:30 und 5:30 Uhr gewaltsam Zugang zum Markt.

Im Inneren drangen sie in Büroräume und in den Bäckereibereich ein. Dort brachen sie Spinde und einen Tresor auf und stahlen Bargeld. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro und liegt damit höher als der Wert der Beute. Für den Markt dürfte der Morgen entsprechend unerquicklich begonnen haben.

Kriminalpolizei sucht Hinweise

Wer in der fraglichen Zeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder sonstige Hinweise geben kann, soll sich bei der Kriminalpolizei melden. Die Ermittler sind unter der Telefonnummer 0631 369-13312 erreichbar.

Die von der Quelle angegebenen Bundeskriminalamt-Daten zeigen für Rheinland-Pfalz 2.515 registrierte Einbrüche im Jahr 2022 und 2.689 im Jahr 2023. Aufgeklärt wurden 382 Fälle im Jahr 2022 sowie 431 im Jahr 2023. Gleichzeitig stieg die Zahl der Tatverdächtigen von 384 auf 422. Darunter waren 319 beziehungsweise 355 männliche sowie 65 beziehungsweise 67 weibliche Tatverdächtige. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich von 147 auf 187.

Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen wurden 2023 deutschlandweit die meisten Einbruchsfälle registriert, nämlich 27.061.

Einbruchsdiebstahl im aktuellen Lagebild

Ein Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 des Bundeskriminalamts liefert zusätzlichen Kontext, auch wenn die dort erfassten Zahlen nicht unmittelbar den Einzelfall in Bann erklären. Insgesamt wurden 5.508.559 Straftaten registriert, 5,6 Prozent weniger als 2024 mit 5.837.445 Fällen. Unter Berücksichtigung der Teillegalisierung von Cannabis beträgt der Rückgang 4,7 Prozent. Die Polizei ermittelte 2,05 Millionen Tatverdächtige, 5,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag bei 57,9 Prozent, nach 58,0 Prozent im Jahr 2024.

Die PKS erfasst Straftaten, die der Polizei bekannt geworden und abgeschlossen sind. Dazu gehören auch strafbare Versuche sowie vom Zoll bearbeitete Rauschgiftdelikte. Enthalten sind Angaben zu Tatverdächtigen aufgeklärter Fälle und teilweise zu Opfern. Das Dunkelfeld bleibt außen vor, ebenso Staatsschutz- und Verkehrsdelikte, Ordnungswidrigkeiten sowie bestimmte Steuer-, Finanz- und Aussagedelikte. Gezählt wird nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen und der Übergabe an die Staatsanwaltschaft.

Bei den Diebstahlsdelikten insgesamt wurde 2025 ein Rückgang um 6,5 Prozent verzeichnet. Anders entwickelte sich der Wohnungseinbruchdiebstahl: 82.920 Fälle bedeuten 5,7 Prozent beziehungsweise 4.484 Fälle mehr. Die Dunkelfeldstudie SKiD 2024 kommt zugleich zu dem Ergebnis, dass etwa 57 Prozent der Wohnungseinbrüche angezeigt werden. Bei vollendeten Einbrüchen lag die Anzeigequote bei 87 Prozent, bei Versuchen bei 48 Prozent.

Weitere Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung

Auch bei den Tatverdächtigen weist das BKA unterschiedliche Entwicklungen aus. Die Zahl tatverdächtiger Kinder sank 2025 um 6,4 Prozent, jene der Jugendlichen um 10,4 Prozent. Kinder machten 4,6 Prozent aller Tatverdächtigen aus; 2016 waren es 3,8 Prozent. Tatverdächtige Kinder und Jugendliche sind überwiegend männlich. Die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger ging zurück. Ihre Tatverdächtigenbelastungszahl lag bei Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße etwa 2,6-mal über der deutscher Tatverdächtiger. Gemeint ist damit die Zahl ansässiger Tatverdächtiger je 100.000 Einwohner des jeweiligen Bevölkerungsanteils; Kinder unter acht Jahren werden nicht berücksichtigt.

Die Gewaltkriminalität ging erstmals seit 2021 zurück: 212.335 Fälle wurden registriert, 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Tatverdächtigen sank um 2,6 Prozent. Zur Gewaltkriminalität zählen unter anderem Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung; einfache Körperverletzung gehört nicht dazu. Die häufigsten Tatorte waren sonstige öffentliche Straßen, Wege und Plätze mit 28,9 Prozent sowie Wohnungen mit 22,7 Prozent.

Bei den tatverdächtigen Jugendlichen gab es einen Rückgang um 7,4 Prozent, bei tatverdächtigen Zuwanderern um 7,2 Prozent. Die Zahl tatverdächtiger Kinder stieg in diesem Bereich allerdings um 3,3 Prozent. Die Tatverdächtigenbelastungszahl nichtdeutscher Tatverdächtiger war etwa viermal so hoch wie die deutscher Tatverdächtiger; die höchsten Belastungen zeigten sich bei männlichen Jugendlichen.

29.243 Fälle betrafen Messerangriffe, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil an der Gewaltkriminalität lag bei 7,0 Prozent und sank damit um 0,2 Prozentpunkte. Bedrohungen mit einem Messer stiegen um 9,5 Prozent auf 13.748 Fälle.

Bei Sexualdelikten registrierte das BKA 131.335 Fälle, 2,8 Prozent mehr. Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und besonders schwere sexuelle Übergriffe kamen auf 14.454 Fälle, ein Plus von 8,5 Prozent. Die Zahl der Vergewaltigungen nach § 177 Abs. 6–8 StGB stieg seit 2018 um rund 71,7 Prozent. Beim sexuellen Missbrauch von Kindern wurden 772 Fälle verzeichnet, 4,7 Prozent mehr; bei der Verbreitung pornografischer Inhalte waren es 1.573 Fälle, 2,7 Prozent mehr.

Tatverdächtige bei Vergewaltigung und besonders schweren sexuellen Übergriffen stammen überwiegend aus dem sozialen Nahfeld, etwa aus dem Kreis von Freunden, Bekannten oder ehemaligen Partnern. Als mögliche Faktoren für langfristige Anstiege nennt das BKA Gesetzesänderungen von 2016 und 2021, digitale Entwicklungen, verändertes Mediennutzungsverhalten, höhere Mobilität, mehr Begegnungsmöglichkeiten sowie eine gestiegene Sensibilisierung und Anzeigenbereitschaft.

Digitale Spuren und internationale Fälle

Bei Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornografie wurden 41.677 Fälle registriert, 2,7 Prozent weniger. Die Fälle von Jugendpornografie stiegen dagegen um 19,9 Prozent auf 11.515. 2024 übermittelte das National Center for Missing and Exploited Children, kurz NCMEC, dem BKA mehr als 200.000 Hinweise auf Missbrauchsdarstellungen. Mehr als die Hälfte davon betraf nach deutschem Recht strafbare Fälle. Die Hinweise stammen von Internetkommunikationsdiensten, die Inhalte automatisiert prüfen.

Nach dem Auslaufen der Interims-CSA-Verordnung am 3. April 2026 wird mit einem starken Rückgang solcher Hinweise gerechnet, weil Anbieter entsprechende Inhalte in der EU voraussichtlich nicht mehr aktiv durchsuchen dürfen.

Auch Betrug und Cybercrime verlagern sich weiter über Grenzen. Bei im Inland begangenen Taten mit Schaden in Deutschland gingen die Betrugsfälle um 8,4 Prozent und Cybercrime-Fälle um 4,1 Prozent zurück. Bei aus dem Ausland begangenen oder örtlich nicht zuordenbaren Taten mit Schaden in Deutschland stiegen Betrugsfälle dagegen um 7,0 Prozent und Cybercrime-Fälle um 3,0 Prozent. Beim Betrug näherten sich Inlands- und Auslandstaten zahlenmäßig an, bei Cybercrime überstiegen die Auslandstaten bereits die Inlandstaten.

Die Schadenssumme der Inlandstaten lag bei 2,7 Milliarden Euro, 6,7 Prozent weniger als zuvor. Bei Auslandstaten waren es 2,3 Milliarden Euro, 65,1 Prozent mehr. Während in Bann also Spinde und ein Tresor aufgebrochen wurden, wandert ein wachsender Teil der registrierten Kriminalität längst durch Leitungen, Plattformen und Grenzen.